Aachener Projekt ebnet jungen Geflüchteten seit zehn Jahren den Weg in die Arbeitswelt
Alexander MälzerAachener Projekt ebnet jungen Geflüchteten seit zehn Jahren den Weg in die Arbeitswelt
Ein langjähriges Projekt in Aachen hilft jungen Geflüchteten und Migrantinnen und Migranten, in Deutschland ein neues Leben aufzubauen. Seit zehn Jahren unterstützt die Initiative "Jugendsozialarbeit mit jungen Geflüchteten" die Integration durch Bildung, Berufsausbildung und persönliche Entwicklung. Diese Woche besuchte Josefine Paul, die Integrationsministerin des Landes, das Programm, um sich vor Ort ein Bild von dessen Wirkung zu machen.
Das Projekt richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 16 und 27 Jahren mit Migrationshintergrund. Es bietet berufspraktische Workshops in Handwerksberufen wie Bau, Malerei und Metallverarbeitung an, ergänzt durch Kurse in Hauswirtschaft, Medienkompetenz und Berufsorientierung. Täglicher Deutschunterricht und gezielte Betreuung helfen den Teilnehmenden, sich in Deutschland zurechtzufinden.
Ein besonderer "Perspektiv-Workshop" begleitet junge Geflüchtete bei der Berufsplanung, beim Spracherwerb und in ihrer persönlichen Entwicklung. Zudem gibt es Nachmittagsangebote für migrantische Frauen ab 15 Jahren, die in einem geschützten Rahmen maßgeschneiderte Unterstützung erhalten.
Ferienkurse verbinden berufliche Förderung mit sozialpädagogischen Aktivitäten, Deutschübungen und Freizeitprogrammen. Die Initiative arbeitet eng mit Berufskollegs, Jugendhilfeträgern und anderen lokalen Einrichtungen zusammen, um Teilnehmende zu gewinnen.
Finanziert wird das Projekt vom Landesverband Rheinland (LVR) und dem nordrhein-westfälischen Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration. In diesem Jahr stellte das Ministerium 97.000 Euro bereit, um den Fortbestand der Maßnahme zu sichern.
Das Aachener Projekt erweitert kontinuierlich sein Angebot und bietet jungen Migrantinnen, Migranten und Geflüchteten strukturierte Unterstützung. Mit einer Mischung aus praxisnaher Ausbildung, Sprachkursen und Persönlichkeitsförderung soll ihnen der Übergang in die deutsche Gesellschaft erleichtert werden. Der jüngste Besuch der Ministerin unterstreicht die Bedeutung des Programms für nachhaltige Integrationsarbeit.






