André Schürrle kämpft beim brutalen Last Soul Ultra bis zur Erschöpfung
Mathias HeringAndré Schürrle kämpft beim brutalen Last Soul Ultra bis zur Erschöpfung
Der ehemalige Fußball-Weltmeister André Schürrle hat sich nach seinem Rücktritt vom Profisport 2020 extremen Ausdauerherausforderungen zugewandt. Diese Woche nimmt er am Last Soul Ultra teil, einem brutalen „Backyard-Ultra“-Rennen in Nordrhein-Westfalen, bei dem die Läufer ihre Grenzen ausloten, bis nur noch einer übrig bleibt.
Der Last Soul Ultra folgt dem Last-Man-Standing-Prinzip: 100 Teilnehmer – meist erfahrene Ultra-Läufer und Fitness-Influencer – müssen jede Stunde eine 6,706 Kilometer lange Runde absolvieren. Wer die Strecke nicht innerhalb der vorgegebenen Zeit schafft, scheidet aus. Das Rennen dauert so lange, bis nur noch ein einziger Läufer durchhält. Der Startschuss fällt am Freitagnachmittag, und das Event endet erst, wenn der letzte Teilnehmer erschöpft aufgibt.
Der aktuelle Weltrekord in diesem Format liegt bei 119 Runden, aufgestellt von Phil Gore im Juni – eine unglaubliche Distanz von 798 Kilometern. Schürrle, der seine Ausdauer bereits beim Berlin-Marathon und durch den Aufstieg auf die Zugspitze ohne Gipfelhilfe unter Beweis gestellt hat, sucht nun nach noch größeren Herausforderungen. Für ihn sind diese Extremerlebnisse eine Möglichkeit, über körperliche Leistungen hinaus persönlich zu wachsen.
Neben diesem Rennen plant Schürrle die Teilnahme an einem Ironman-Wettkampf über die Langdistanz. Sein Wechsel vom Profifußball zu Ultra-Ausdauersportarten zeigt eine bewusste Suche nach Momenten, die Grenzen sprengen.
Der Last Soul Ultra wird Schürrles mentale und körperliche Widerstandskraft auf die Probe stellen – in einem Format ohne festes Ziel. Seine Teilnahme ist ein weiterer Schritt auf seiner Reise nach der Fußballkarriere, die ganz im Zeichen extremer Herausforderungen steht. Der Ausgang des Rennens hängt allein davon ab, wer am längsten durchhält.






