Atommüll-Transport von Jülich nach Ahaus durch Gerichtsentscheid blockiert
Mathias HeringGericht entscheidet über Transport von Atommüll - Atommüll-Transport von Jülich nach Ahaus durch Gerichtsentscheid blockiert
Ein Rechtsstreit verzögert die Pläne zum Transport von Atommüll vom Forschungszentrum Jülich nach Ahaus. Das Berliner Verwaltungsgericht wird bis Dezember über einen Eilantrag entscheiden und blockiert bis dahin alle Transporte. Die Umweltorganisation BUND kritisiert, dass die geplante Aktion unzureichende Sicherheitsvorkehrungen aufweist und keinen echten Sicherheitsgewinn bringt.
Die Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Kernbrennstoffe (JEN) hatte ursprünglich vor, die Transporte noch vor 2026 aufzunehmen. Doch das anstehende Urteil des Gerichts setzt diese Pläne nun aus.
Bei dem umstrittenen Vorhaben geht es um 152 Einzeltransporte mit rund 300.000 radioaktiven Brennelement-Kugeln. Die Operation, die im August vom Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) genehmigt wurde, soll auf einer 170 Kilometer langen Strecke in kleinen Konvois über die Straße erfolgen. Polizeischutz und ein detailliertes Strahlenschutzkonzept sind zwar vorgeschrieben, doch Kritiker bemängeln, dass diese Maßnahmen noch nicht vollständig umgesetzt sind.
Der BUND Nordrhein-Westfalen hat die Transportgenehmigung vor Gericht angefochten. Die Organisation fordert die aufschiebende Wirkung ihres Widerspruchs wiederherzustellen – was im Erfolgsfall jeden Transport illegal machen würde. Bisher gab es trotz abgelaufener Lagergenehmigung seit 2013 und einer Räumungsanordnung von 2014 keine Castor-Transporte zwischen Jülich und Ahaus.
Der aktuelle Plan stellt den ersten Versuch dar, den Atommüll abzutransportieren. Doch anhaltende juristische Auseinandersetzungen und fehlende Sicherheitsfreigaben sorgen für Unsicherheit. Obwohl noch kein offizieller Starttermin feststeht, könnten sich die Transporte durch die Verzögerungen bis Anfang 2026 verschieben. Die Entscheidung des Gerichts im Dezember wird zeigen, ob der Transport überhaupt stattfinden darf.
Das Urteil des Berliner Gerichts wird über das Schicksal des Atommüll-Transports entscheiden. Sollte der Eilantrag des BUND erfolgreich sein, wäre der Transport rechtlich blockiert. Bis dahin bleibt der Müll vorerst in Jülich – eine Verlegung ist ausgeschlossen.
Court Clears Way for Atomic Waste Transport to Begin
The legal block on Jülich-Ahaus Castor transports has been lifted. The Berlin-Brandenburg Oberverwaltungsgericht rejected the BUND's Eilantrag, allowing the first 130-tonne transport unit to depart this week. This follows a störungsfrei (disruption-free) premiere transport confirmed for the night of Tuesday-Wednesday, with 151 more shipments to follow. The decision resolves months of uncertainty and enables the 152 planned transports to proceed.






