Aus für On-Demand-Verkehr in Neukirchen-Vluyn: Pilotprojekt scheitert an Finanzlücke
Slavko HartungAus für On-Demand-Verkehr in Neukirchen-Vluyn: Pilotprojekt scheitert an Finanzlücke
On-Demand-Verkehr in Neukirchen-Vluyn wird Ende 2025 eingestellt
Der dreijährige Pilotbetrieb des bedarfsgesteuerten ÖPNV in Neukirchen-Vluyn wird Ende 2025 eingestellt. Lokale Verantwortliche bestätigten die Entscheidung und nannten finanzielle Herausforderungen als Hauptgrund. Über 8.000 Nutzer hatten sich für den Service registriert, der flexible, digital organisierte Mobilitätslösungen bieten sollte.
Das unter dem Namen ODI bekannte Projekt startete 2021 mit Förderung des Landesverkehrsministeriums. Insgesamt flossen über fünf Jahre 1,8 Millionen Euro in das Vorhaben, unterstützt durch die Stadt Neukirchen-Vluyn, die NIAG sowie vier ortsansässige Taxiunternehmen. Der Kreis Wesel als zuständige Verkehrsbehörde koordinierte Planung und Betrieb.
Mehr als 50.000 Fahrgäste nutzten den Service während der Laufzeit. Trotz der Beliebtheit ließ sich jedoch keine langfristige Finanzierungslösung finden. Die beteiligten Kommunen verlängerten den Pilotbetrieb um ein Jahr und steuerten rund 560.000 Euro aus lokalen Mitteln bei, um den Betrieb aufrechtzuerhalten.
Das System sollte eine flexible Alternative zum klassischen ÖPNV bieten. Da jedoch kein tragfähiges Finanzmodell entwickelt werden konnte, fiel die Entscheidung zur Einstellung. Der Betrieb läuft planmäßig bis zum 31. Dezember 2025 weiter.
Mit der Schließung endet ein Modellversuch, der On-Demand-Verkehr in die Region brachte. Über 50.000 Fahrten wurden durchgeführt, mehr als 8.000 Nutzer hatten sich angemeldet. Da die notwendige Anschlussfinanzierung nicht gesichert werden konnte, wird das Projekt nun beendet.






