Bayer zu 185 Millionen Dollar Schadensersatz wegen giftigem PCB verurteilt
Mathias HeringBayer zu 185 Millionen Dollar Schadensersatz wegen giftigem PCB verurteilt
Ein US-Gericht hat den Bayer-Konzern verurteilt, 185 Millionen US-Dollar Schadensersatz an drei Lehrer zu zahlen, die in einer Schule in Monroe im Bundesstaat Washington giftigen Chemikalien ausgesetzt waren. Im Mittelpunkt des Verfahrens steht PCB, ein gefährlicher Stoff, der seit 1977 verboten ist, aber einst von Monsanto hergestellt wurde – einem Unternehmen, das heute zu Bayer gehört. Gleichzeitig sieht sich der Konzern mit weiteren juristischen Herausforderungen konfrontiert, da acht weitere Berufungsverfahren noch ungelöst sind.
Der Rechtsstreit geht auf PCB-Austritte aus Beleuchtungskörpern am Sky Valley Education Center in Monroe zurück. Über 200 Betroffene behaupten, die Chemikalie habe schwere gesundheitliche Schäden verursacht. Zwar einigte sich Bayer in einem umfassenden Vergleich auf die meisten schulbezogenen Fälle, doch die Klage der Familie Erickson und acht anhängige Berufungsverfahren blieben davon ausgenommen.
Monsanto, das Bayer 2018 übernahm, hatte PCB bis zu dessen Verbot in den USA 1977 produziert. Der Konzern verklagt nun ehemalige PCB-Kunden in Missouri und verlangt von ihnen, sich an den Prozesskosten im Zusammenhang mit Schadensersatzforderungen zu beteiligen. Bayer argumentiert, das jüngste Urteil verletze verfassungsmäßige Rechte, und prüft weitere rechtliche Schritte.
Die finanzielle Belastung ist spürbar: Die Aktienperformance von Bayer signalisiert Druck auf die Aktionäre, zu handeln. Die anhaltenden Verfahren unterstreichen die langfristigen Folgen von Monsantos Chemikalienproduktion – Jahrzehnte nach deren Einstellung.
Bayer muss nun nicht nur die 185-Millionen-Dollar-Zahlung bewältigen, sondern sich auch auf die acht ausstehenden Berufungsverfahren vorbereiten. Der Konzern bestreitet weiterhin die gerichtlichen Entscheidungen und versucht gleichzeitig, die Folgen von Monsantos giftigem Erbe in den Griff zu bekommen. Die Aktionäre beobachten die Entwicklung genau, während weitere finanzielle und reputative Risiken drohen.






