Bayern München stürmt mit 4:1 ins Pokal-Achtelfinale – doch ein Abseits-Tor sorgt für Zündstoff
Alexander MälzerBayern München stürmt mit 4:1 ins Pokal-Achtelfinale – doch ein Abseits-Tor sorgt für Zündstoff
Bayern München sichert sich mit 4:1 gegen den 1. FC Köln den Einzug ins DFB-Pokal-Achtelfinale und beendet damit die Reise der Gastgeber im Wettbewerb. Das Spiel nahm eine dramatische Wende, als zwei schnelle Tore von Luis Díaz und Harry Kane den Sieg der Münchner besiegelten. Doch die Partie blieb nicht ohne Kontroversen: Eine umstrittene Abseitsentscheidung sorgte für Kritik von einem ehemaligen Spitzen-Schiedsrichter.
Der entscheidende Moment ereignete sich Mitte der zweiten Halbzeit. Ein Schuss von Konrad Laimer prallte vom Pfosten ab, woraufhin Díaz aus einer klaren Abseitsposition einschob. Trotz Proteste blieb die Fahne des Assistenten unten, das Tor zählte. Nur zwei Minuten später erhöhte Kane auf 4:1 und baute die Führung der Bayern weiter aus.
Der frühere Bundesliga-Schiedsrichter Manuel Gräfe verurteilte im Nachhinein die Leistung des Linienrichters scharf. Die mangelnde Konzentration nannte er "inakzeptabel" und wies die Begründung zurück, der Verzicht auf den Videobeweis (VAR) entschuldige den Fehler. Gräfe lobte jedoch Tobias Welz, den Hauptschiedsrichter, für seine insgesamt souveräne Spielleitung.
Ab der nächsten Runde, die für den 2. November angesetzt ist, kommt der Videobeweis zum Einsatz. Bayern München zieht damit ins Achtelfinale ein, wo strittige Szenen künftig per Video überprüft werden können.
Für den 1. FC Köln ist das Pokal-Aus damit besiegelt. Die Münchner warten nun auf die Auslosung der nächsten Gegner. Die Partie unterstrich zudem die anhaltende Debatte über die Schiedsrichterleistungen in den frühen Runden des deutschen Pokals, in denen der Videobeweis noch nicht greift.






