Bergisch Gladbach wählt neue Führung für den Inklusionsbeirat und setzt auf mehr Teilhabe
Alexander MälzerBergisch Gladbach wählt neue Führung für den Inklusionsbeirat und setzt auf mehr Teilhabe
Der Inklusionsbeirat von Bergisch Gladbach hat eine neue Führung gewählt und seine Mitgliederzahl auf 13 Sitze erweitert. Katharina Kaul von der Katholischen Jugendagentur wurde zur Vorsitzenden gewählt, während Uta Vossebrecker von der Städtischen Max-Bruch-Musikschule stellvertretende Vorsitzende wurde. Erstmals sind auch Vertreterinnen und Vertreter mit Lernbehinderungen in den Beirat aufgenommen worden.
Die Wahlen fanden während einer Sitzung statt, in der alle Mitglieder Kaul und Vossebrecker einstimmig unterstützten. Kaul betonte im Anschluss, dass Inklusion die Grundlage einer Gesellschaft bilde, in der alle Menschen selbstbestimmt leben und in vollem Umfang teilhaben können.
Vor der Erweiterung im Jahr 2023 bestand der Beirat aus 12 Mitgliedern, darunter vier Sitze für Selbsthilfegruppen von Menschen mit Behinderungen und drei Sitze für Wohlfahrtsverbände wie Caritas und Diakonie. Mit der Aufstockung auf 13 Mitglieder spiegelt der Beirat nun eine größere Vielfalt an Perspektiven wider.
In derselben Sitzung wurde der aktualisierte Aktionsplan Inklusion verabschiedet. Dieser wird in Kürze dem Ausschuss für Soziales, Wohnen, Demografie und Gesundheit (ASWDG) sowie dem Stadtrat zur endgültigen Beschlussfassung vorgelegt. Zudem entsandte der Beirat Vertreterinnen und Vertreter in verschiedene Ausschüsse des Stadtrats, um sicherzustellen, dass die Belange von Menschen mit Behinderungen bei lokalen Entscheidungen berücksichtigt werden.
Bürgermeister Marcel Kreutz dankte allen für ihr Engagement bei der Gestaltung einer vielfältigeren und barriereärmeren Stadt. Besonders hob er die Umstellung des Beirats auf eine leichte und verständliche Sprache in seinen Dokumenten hervor, die Informationen für alle Bürgerinnen und Bürger zugänglicher macht.
Die neue Führung und die erweiterte Zusammensetzung des Beirats sollen die Inklusion in Bergisch Gladbach weiter stärken. Der Aktionsplan und die Ausschussentsendungen gehen nun in die nächste Runde zur finalen Beschlussfassung. Mit diesen Schritten wird sichergestellt, dass Menschen mit Behinderungen eine direkte Mitgestaltungsmöglichkeit bei lokalen Politiken erhalten.






