Bergisch Gladbach will Strunde auf Zanders-Gelände renaturieren – und hofft auf Millionenförderung
Alexander MälzerBergisch Gladbach will Strunde auf Zanders-Gelände renaturieren – und hofft auf Millionenförderung
Bergisch Gladbach treibt die Pläne zur Renaturierung der Strunde auf dem ehemaligen Zanders-Industriegelände voran. Der Stadtrat hat einen Antrag auf Bundesförderung unterstützt, die bis zu 80 Prozent der geschätzten Projektkosten in Höhe von 6,75 Millionen Euro decken könnte. Lokale Politiker drängen nun auf Rückendeckung aus Berlin, um das Vorhaben Realität werden zu lassen.
Erst kürzlich beschloss der Stadtrat, sich dem Bundesprogramm „Anpassung urbaner und ländlicher Räume an den Klimawandel“ anzuschließen. Dieser Schritt ebnet den Weg für Bergisch Gladbach, Fördergelder zur Renaturierung der Strunde zu beantragen – ein zentraler Baustein der Neugestaltung des Zanders-Areals. Bei Erfolg würde der Bund rund 5,4 Millionen Euro beisteuern; die verbleibenden Kosten müsste die Stadt aus eigenen Rücklagen tragen.
Andreas Ebert, der stadtentwicklungspolitische Sprecher der SPD, zeigt sich zuversichtlich, dass der Haushaltsausschuss die Mittel freigibt. Die endgültige Auswahl der geförderten Projekte durch den Bundestag steht für das späte Jahr 2026 an. Unterdessen hat Klaus W. Waldschmidt, Fraktionsvorsitzender der SPD, die lokale Bundestagsabgeordnete Caroline Bosbach aufgefordert, sich im Parlament für den Antrag einzusetzen.
Theresia Meinhardt, Vorsitzende der Grünen-Fraktion, ist überzeugt, dass der renaturierte Fluss das Gebiet grundlegend verändern wird. Das Projekt zielt darauf ab, einen attraktiveren Lebensraum für Anwohner zu schaffen, das Gelände mit dem benachbarten Gleispark zu vernetzen und der ehemaligen Industriebrache eine neue Identität zu verleihen.
Der nächste Schritt hängt vom Haushaltsausschuss des Bundestags ab, der den Antrag im vierten Quartal 2026 prüfen wird. Bei einer Bewilligung könnte die Stadt mit der Umgestaltung des Flusses beginnen. Der Erfolg des Vorhabens steht und fällt jedoch mit der Zusicherung der Bundesförderung sowie der anhaltenden Unterstützung vor Ort.






