Berlins Rolltreppen-Regel: Warum Linkssteher die Geduld der Eiligen strapazieren
Alexander MälzerBerlins Rolltreppen-Regel: Warum Linkssteher die Geduld der Eiligen strapazieren
Berlins Rolltreppen folgen einer ungeschriebenen Regel: rechts stehen, links gehen. In einer Stadt, in der Zeit wie eine Währung behandelt wird, sorgt dieses System für reibungslose Abläufe. Doch ein wachsender Trend von „Linksstehern“ stört den Fluss – und bringt diejenigen in Rage, die es eilig haben.
Rolltreppen in Berlin gelten als Teil des öffentlichen Nahverkehrs, nicht als Ort zum Entspannen. Jahrelang war die Gepflogenheit klar: Pendler bleiben auf der rechten Seite stehen, während die linke Seite für alle freibleibt, die zügig hinaufgehen möchten. So bleibt das Tempo hoch in einer Stadt, in der Effizienz großgeschrieben wird.
Doch mittlerweile ignorieren manche diese Regel und stellen sich einfach auf die linke Seite. Diese „Linkssteher“ versperren den Weg für die Geher und bremsen den gewohnten Rhythmus der Rolltreppe aus. In einer Stadt, in der jede Sekunde zählt, kann diese kleine Geste sichtbare Verärgerung auslösen.
Der Konflikt zwischen Linksstehern und schnellen Gehern unterstreicht Berlins Abhängigkeit von Tempo. Rolltreppen bleiben ein kleines, aber wichtiges Element des täglichen Verkehrs. Wie die Stadt sich anpasst – oder die alte Regel durchsetzt – könnte entscheiden, wie reibungslos sich die Menschen künftig fortbewegen.






