Betrüger fordern Geld mit gefälschten Bundesnetzagentur-Briefen für Balkon-Solaranlagen
Alexander MälzerBetrüger fordern Geld mit gefälschten Bundesnetzagentur-Briefen für Balkon-Solaranlagen
Besitzer kleiner „Balkon-Solaranlagen“ erhalten betrügerische Schreiben mit Forderungsbescheiden
Betrüger verschicken derzeit gefälschte Briefe, die vorgeblich von der Bundesnetzagentur stammen und Empfänger auffordern, innerhalb von 14 Tagen angebliche Strafzahlungen zu leisten. Die Behörden warnen nun vor dieser Masche.
In den betrügerischen Schreiben wird den Adressaten vorgeworfen, ihre Photovoltaik-Minianlagen nicht im Marktstammdatenregister angemeldet zu haben. Gefordert wird eine sofortige Zahlung von 41,60 Euro – bei Ignorieren drohe eine „volle Strafe“ von 208 Euro. Zwar ist die Registrierung innerhalb eines Monats nach Installation tatsächlich Pflicht, doch nutzen die Betrüger diese Vorschrift aus, um Besitzer unter Druck zu setzen.
Die Bundesnetzagentur weist auf mehrere Auffälligkeiten in den Schreiben hin: falsche Absenderangaben, erfundene Telefonnummern und täuschende E-Mail-Adressen. Die Behörde betont, dass echte Mitteilungen niemals auf diese Weise Zahlungen anfordern würden.
Empfänger sollten die Forderungen keinesfalls beachten, sondern den Vorfall umgehend bei der Polizei anzeigen. Die Bundesnetzagentur stellt klar: Auf Basis dieser gefälschten Schreiben dürfen keine Zahlungen geleistet werden.
Die Betrüger missbrauchen die tatsächliche Meldepflicht für Balkon-Solaranlagen. Zwar können bei unterlassener Registrierung Bußgelder fällig werden – die gefälschten Schreiben zielen jedoch bewusst auf Täuschung ab. Die Behörden ermitteln weiter und rufen Betroffene auf, Anzeige zu erstatten.






