BOB Campus in Bochum: Wie aus einer alten Fabrik ein lebendiges Quartier wurde
Mathias HeringBOB Campus in Bochum: Wie aus einer alten Fabrik ein lebendiges Quartier wurde
Aus einem ehemaligen Textilfabrik-Gelände in Bochum ist der BOB Campus entstanden – ein lebendiges urbanes Zentrum. Das Projekt, getragen von der gemeinnützigen Urbane Nachbarschaft BOB gGmbH, vereint Bildung, Wohnraum und Gemeinschaftsflächen zu einem dynamischen Quartier. Für sein Design und seine gesellschaftliche Wirkung erhält es nun eine renommierte Auszeichnung; die Preisverleihung findet am 9. Februar 2026 im Düsseldorfer K21 Kunstmuseum statt.
Der Campus nutzt ein Fabrikgebäude aus den 1970er-Jahren und überwindet dabei Höhenunterschiede von bis zu 20 Metern. Insgesamt umfassen das Gelände heute 25 neu gebaute oder sanierte Gebäude sowie Außenflächen – darunter Schulen, betreutes Wohnen, Arbeitsräume und ein großer Nachbarschaftspark.
Bürger:innen und lokale Initiativen spielten eine zentrale Rolle bei der Gestaltung des Projekts. Durch ihre Mitwirkung spiegelt der Ort die Bedürfnisse verschiedener Generationen und Kulturen wider. Die Jury lobte besonders, wie der Campus das umliegende Viertel einbindet und aus einem schwierigen Standort einen sozialen Treffpunkt macht.
Die Montag Stiftung Urbane Räume sichert mit ihrem gemeinnützigen Modell die langfristige Nachhaltigkeit. Da der Fokus auf gemeinwohlorientierter Nutzung statt auf Profit liegt, bleibt der Campus zugänglich und anpassungsfähig für künftige Anforderungen.
Der BOB Campus steht heute als Vorbild für stadtteilnahe Revitalisierung: Er verbindet Denkmalschutz mit modernen Gemeinschaftsbedürfnissen. Durch sein vielfältiges Angebot und den inklusiven Ansatz hat er das soziale Miteinander im Viertel gestärkt. Die Auszeichnung würdigt sowohl die architektonische Leistung als auch die nachhaltige Wirkung auf das Umfeld.






