19 March 2026, 20:23

Bochum will Taxi-Preise reformieren – und setzt auf Flexibilität statt Mindestgebühren

Eine belebte Straße in Berlin mit zahlreichen geparkten Taxis, Fußgängern auf dem Gehweg, Laternenpfählen, Bäumen, Gebäuden, fernen Statuen unter einem Bogen und einem Turm unter einem bewölkten Himmel.

Bochum will Taxi-Preise reformieren – und setzt auf Flexibilität statt Mindestgebühren

Bochum prüft Änderungen der Taxi-Preisregeln, um im Wettbewerb mit appbasierten Fahrdiensten besser bestehen zu können. Die Stadtverwaltung zeigt sich offen für eine Anpassung der Vorschriften – angestoßen durch Vorschläge des örtlichen FDP-Kreisverbands. Ein neues Gutachten soll nun mögliche Tarifmodelle untersuchen, bevor nach der Sommerpause eine Entscheidung fällt.

Die Debatte hatte begonnen, nachdem die FDP im Bochumer Stadtrat flexiblere Taxipreise gefordert hatte. Léon Beck, Vorsitzender des lokalen FDP-Verbands, brachte Optionen wie günstigere Fahrpreise und im Voraus vereinbarte Festpreise ins Spiel. Die Partei sprach sich zudem dagegen aus, Fahrvermittlungsdienste "zu dämonisieren", und plädierte für einen ausgewogenen Ansatz.

2023 hatte Bochum zwar strengere Regeln für appbasierte Dienste eingeführt, traditionellen Taxis aber Spielräume eingeräumt – etwa durch einen Preiskorridor für dynamische Tarife. Das stand im Kontrast zu Essen, wo die Behörden ähnliche Forderungen der Taxibranche ablehnten und stattdessen ab 2024 einen Mindestpreis für Uber und andere Plattformen festsetzten. Diese Entscheidung löste Proteste unter ortsansässigen Taxifahrern aus.

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Nun hat Bochum ein Gutachten in Auftrag gegeben, das ein mögliches Tarifsystem entwerfen soll. Die FDP-Fraktion könnte zudem eine Petition für flexible Preise starten. Anders als Essen scheint die Stadt eher bereit, die Regulierung anzupassen, statt starre Mindestgebühren durchzusetzen.

Die Ergebnisse des Gutachtens werden nach der Sommerpause über das weitere Vorgehen Bochums entscheiden. Falls das neue Modell eingeführt wird, könnte es den Wettbewerb zwischen Taxis und Fahrvermittlungsdiensten in der Stadt neu gestalten. Die Entwicklung könnte auch Signalwirkung für andere deutsche Städte haben, die mit ähnlichen Preiskonflikten kämpfen.

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