06 May 2026, 10:24

Digitalfunk-BOS steht vor dem nächsten großen Technologiesprung

Feuerwehrleute in Schutzausrüstung arbeiten an einem Feuerhydranten mit Rohren und Ventilen im Hintergrund.

Digitalfunk-BOS steht vor dem nächsten großen Technologiesprung

Rettungskräfte in Deutschland bereiten sich auf den nächsten Schritt der digitalen Kommunikation vor

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Auf der jüngsten Blaulicht-Tag-Veranstaltung in Essen diskutierten Verantwortliche und Fachleute, wie zukünftige Technologien Einsatzzeiten verkürzen und die Koordination verbessern können. Die Tagung zeigte sowohl die Stärken des aktuellen Systems als auch den dringenden Modernisierungsbedarf auf.

An der Veranstaltung nahmen Vertreter von Bundes- und Landesbehörden teil, darunter Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste. Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul betonte, dass zuverlässige Kommunikation in Krisensituationen entscheidend sei. Als Beispiel führte er den Stromausfall in Berlin 2022 an, bei dem das bestehende Digitalfunk-BOS-System trotz Netzstörungen stabil blieb.

Das aktuelle System basiert auf dem europäischen TETRA-Standard, der eine verlässliche Sprach- und Kurzdatennachrichtenübermittlung gewährleistet. Doch Einsatzkräfte benötigen zunehmend Breitbandfähigkeiten, um Echtzeitdaten wie Lagepläne, Drohnenaufnahmen oder medizinische Informationen auszutauschen. Staatssekretärin Dr. Daniela Lesmeister unterstrich dies mit den Worten: „Kommunikation ist das A und O jedes Einsatzes.“

Auf dem Blaulicht-Tag wurden in Live-Demonstrationen sowohl aktuelle als auch künftige Funktionen des Digitalfunk-BOS präsentiert. Einig waren sich die Beteiligten darin, dass ein eigenes, krisenfestes Netz – unter Nutzung von UHF-Frequenzen zwischen 470 und 694 Megahertz – für die nächste Generation der Notfallkommunikation unverzichtbar ist.

Für weitere Informationen steht die Koordinierungsstelle Digitalfunk BOS in Nordrhein-Westfalen unter [email protected] zur Verfügung.

Die Gespräche in Essen machten deutlich: Zwar funktioniert der Digitalfunk BOS derzeit zuverlässig, doch der Ausbau der Breitbandkapazitäten ist unerlässlich. Rettungskräfte müssen auch bei großen Störungen große Datenmengen schnell übertragen können. Die Pläne für ein widerstandsfähiges Hochfrequenznetz nehmen nun konkrete Formen an.

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