22 May 2026, 20:41

Dortmunder Mann zu zehn Jahren Haft wegen Totschlags an Freundin verurteilt

Freundin nach Beziehungskrise erstochen: Zehn Jahre Haft

Freundin nach Beziehungskrise erstochen: Zehn Jahre Haft - Dortmunder Mann zu zehn Jahren Haft wegen Totschlags an Freundin verurteilt

Ein 33-jähriger Mann ist wegen der Tötung seiner Freundin in Dortmund zu zehn Jahren Haft verurteilt worden. Das Landgericht Dortmund sprach ihn des Totschlags schuldig, allerdings ist das Urteil noch nicht rechtskräftig. Die Staatsanwaltschaft hatte ihn zunächst des Mordes angeklagt.

Die Tat ereignete sich im Januar 2025, nachdem die Frau herausgefunden hatte, dass ihr Partner bereits Wochen zuvor seinen Job verloren hatte. Er hatte die Arbeitslosigkeit vor ihr verheimlicht, aus Angst vor ihrer Reaktion. Als sie ihn verlassen wollte, erstach er sie in einem Anfall von Eifersucht und Wut.

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Drei weitere Tage blieb er mit der Leiche in der Wohnung, bevor die Polizei ihn in Bremerhaven aufspürte. Bei seiner Festnahme schoss er sich mit einer Gaswaffe in die Stirn. Akten zufolge litt er seit Jahren unter psychischen Problemen.

Die Anklage hatte ihn zunächst wegen Mordes belastet und behauptet, die Tat sei aus niederen Beweggründen begangen worden. Das Gericht stufte die Anklage jedoch später auf Totschlag herab – nach einem rechtlichen Hinweis der Richter. Der Angeklagte gestand die Messerattacke, bestritt jedoch eine vorsätzliche Planung.

Die zehnjährige Haftstrafe wurde unter Berücksichtigung seines psychischen Zustands und der Umstände der Tat verhängt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, sodass der Fall erneut vor Gericht kommen könnte. Die selbst zugefügte Verletzung des Angeklagten bei der Festnahme erhöhte zudem die Komplexität des Verfahrens.

Quelle