Dortmunds Ethikkommission zu Großwildjagden bleibt seit über einem Jahr untätig – jetzt wird Druck gemacht
Etta SchollDortmunds Ethikkommission zu Großwildjagden bleibt seit über einem Jahr untätig – jetzt wird Druck gemacht
Dortmunds Ethikkommission zu Großwildjagden liegt seit über einem Jahr auf Eis – jetzt fordert der Stadtrat die Wiederaufnahme der Arbeit vor der Sommerpause
Der Druck wächst, denn mit der nahenden Messe Jagd und Hund mehren sich die Forderungen nach Klarheit: Sind Safari-Jagdreisen ethisch vertretbar, und welche Auswirkungen haben sie auf den Artenschutz?
Die Kommission war 2023 nach jahrelangen hitzigen Debatten im Stadtrat ins Leben gerufen worden. Ihre Aufgabe: zu prüfen, ob kommerzielle Großwildjagden – insbesondere in Afrika – moralisch gerechtfertigt sind und wie sie sich auf den Schutz bedrohter Arten auswirken. Doch seit ihrer Gründung gibt es keine dokumentierten Sitzungen, keine Veröffentlichungen – die Kommission scheint inaktiv.
Bürgermeister Thomas Westphal räumte ein, dass die Unterlagen der Kommission unvollständig seien. Es existiere kein offizieller Bericht über ihre Tätigkeit, sodass zentrale Fragen unbeantwortet bleiben. Die Grünen, die SPD, die Linke und kleinere Fraktionen setzten kürzlich eine Dringlichkeitssitzung durch und erzwangen mit einer Mehrheit die Wiederaufnahme der Arbeit noch vor der Sommerpause.
Widerstand kam von der rechtspopulistischen AfD, die den Antrag rundweg ablehnte. Die Partei lehnt die Kommission seit jeher ab und stellt deren Daseinsberechtigung infrage. Währenddessen gibt es weder von der Bundesregierung noch aus anderen deutschen Städten politische Kurswechsel beim Thema kommerzielle Großwildjagd – selbst nach dem gescheiterten Versuch Botswanas 2024, Elefanten als "Geschenk" unterzubringen.
Mit der anstehenden Jagd-und-Hund-Messe steht die Kommission zunehmend in der Kritik. Dortmunds Verantwortliche müssen nun entscheiden: Wird der Gremium endlich Ergebnisse liefern – oder weiter schweigen, wie in den vergangenen Jahren?
Die Kommission hat bis zum Beginn der Sommerpause Zeit, ihre Arbeit aufzunehmen. Ihre Erkenntnisse könnten Dortmunds Haltung zur Großwildjagd prägen und die Beteiligung der Stadt an Veranstaltungen wie der Jagd und Hund beeinflussen. Bis dahin bleiben ethische und artenschutzrechtliche Bedenken ungeklärt.
Jagd & Hund 2026 Concluded Amid Ethics Debate – Key Takeaways
The 2026 Jagd & Hund hunting fair in Dortmund has concluded, raising fresh questions about the stalled ethics commission.
- The event ran from 2 February to 1 February 2026 in the Westfalenhallen.
- A post-event summary video released in early March 2026 highlights the fair's reception.
- The 2027 edition is already scheduled for 2–7 February, reaffirming Dortmund's role in the industry.





