Düsseldorfer Zoll schlägt zu: 229 Strafverfahren in den Sommerferien
Alexander MälzerDüsseldorfer Zoll schlägt zu: 229 Strafverfahren in den Sommerferien
Zollbeamte am Düsseldorfer Flughafen hatten in den Sommerferien alle Hände voll zu tun. Zwischen Ende Juni und Anfang September leiteten sie 229 Strafverfahren und 38 Ordnungswidrigkeitsverfahren ein. Die meisten Fälle betrafen nicht deklarierte Waren, verbotene Gegenstände und Versuche der Steuerhinterziehung.
Am häufigsten wurde gegen Steuergesetze verstoßen – in 174 Fällen ging es um nicht deklarierte Luxusgüter oder Zigaretten. Die Beamten beschlagnahmten zudem 411.000 nicht versteuerte Zigaretten, 153 Kilogramm losen Tabak und 10 Liter Alkohol, die gegen Zollvorschriften verstießen.
Ein weiteres großes Problem waren Verstöße gegen Bargeldregeln: 30 Reisende hatten insgesamt 515.000 Euro nicht deklariert. Die Behörden sicherten rund 40.000 Euro als Sicherheit für die zu erwartenden Bußgelder. In 20 Fällen ging es um den illegalen Transport verbotener Waffen.
Auch bei Medikamentenimporten gab es Probleme: 35-mal wurden verbotenene Substanzen an der Grenze gestoppt. Verstöße gegen den Artenschutz waren dagegen selten – nur zwei Vorfälle betrafen Korallensteine. Michael Walk, Sprecher des Hauptzollamts Düsseldorf, bestätigte, dass dies die einzigen artenschutzrelevanten Verstöße in der Ferienzeit waren.
Die Sommerkontrollen führten zu Geldstrafen, Beschlagnahmungen und laufenden Ermittlungsverfahren. Die Zollbeamten prüfen weiterhin eingereiste Passagiere auf nicht deklarierte oder verbotene Gegenstände. Die Zahlen zeigen, wie vielfältig die Verstöße an einem der verkehrsreichsten Flughäfen Deutschlands sind.






