17 April 2026, 10:24

Friseurbranche 2024: Mehr Männer im Beruf, aber sinkende Umsätze und wachsende Konkurrenz

Frau mit roter Haarpracht in einem Pelzmantel auf dem Cover einer Berliner Leben-Zeitschrift im Stil der 1950er Jahre mit fetter schwarzer Schrift, die 'Berliner Lebens.' lautet

Preise für Haarschnitte sind deutlich gestiegen - Friseurbranche 2024: Mehr Männer im Beruf, aber sinkende Umsätze und wachsende Konkurrenz

Die Friseurbranche in Deutschland durchlebt 2024 bemerkenswerte Veränderungen. Immer mehr Männer ergreifen den Beruf – ihr Anteil an den Auszubildenden liegt mittlerweile bei über einem Drittel. Doch trotz steigender Preise kämpfen viele Salons mit finanziellen Schwierigkeiten, da die Kunden weniger ausgeben und der Wettbewerb zunimmt.

Der Gesamtumsatz der Branche beläuft sich in diesem Jahr auf geschätzte 7,67 Milliarden Euro. Allerdings geht das Wachstum vor allem auf Preiserhöhungen zurück, nicht auf eine höhere Nachfrage. Eine Standard-Damenfrisur inklusive Waschen und Föhnen kostet mittlerweile rund 54 Euro, während Männer etwa 33 Euro zahlen. Diese Preise spiegeln deutliche Steigerungen wider: Damenhaarschnitte sind seit 2020 um 28 Prozent teurer geworden, Herren- und Kinderfrisuren sogar um 31 Prozent.

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Die meisten Kunden geben eher moderate Beträge für Haarschnitte aus. Rund 28 Prozent zahlen zwischen 15 und 29 Euro, 20 Prozent liegen im Bereich von 30 bis 49 Euro. Die höheren Kosten resultieren aus steigenden Löhnen, Energiekosten und Inflation – eine Belastung sowohl für die Salons als auch für die Kundschaft.

Die Zahl der Auszubildenden sinkt seit Jahren: von 23.540 im Jahr 2014 auf 13.509 im Jahr 2023. 2024 zeichnet sich zwar ein leichter Anstieg ab, vor allem weil mehr Männer in den Beruf einsteigen. Gleichzeitig expandieren Barbiersalons – sie machen mittlerweile ein Fünftel der 80.363 registrierten Betriebe aus und weiten ihr Angebot aus. Viele bieten inzwischen auch Damenfrisuren an, oft zu günstigeren Preisen, was den Wettbewerb für traditionelle Friseursalons verschärft.

Für 2025 wird mit einem leichten Umsatzrückgang gerechnet. Salons haben zunehmend Schwierigkeiten, Kunden zu gewinnen, und die Nachfrage nach preiswerteren Alternativen gefährdet die langfristige Stabilität der Branche. Ihre Zukunft hängt davon ab, wie es gelingt, steigende Kosten mit den Erwartungen der Kundschaft in Einklang zu bringen. Zwar steigt die Zahl der männlichen Auszubildenden, doch der allgemeine Rückgang an Nachwuchskräften und schrumpfende Umsätze deuten auf anhaltende Herausforderungen hin. Die Salons müssen sich anpassen, während Barbiersalons einen immer größeren Marktanteil erobern.

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