13 April 2026, 14:27

Friseursalon in Lünen erhöht Preise wegen Mindestlohn-Anstieg auf 12,82 Euro

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Friseursalon in Lünen erhöht Preise wegen Mindestlohn-Anstieg auf 12,82 Euro

Ein Friseursalon in Lünen hat Preiserhöhungen von vier bis sechs Prozent für seine Kunden angekündigt. Die Anpassung folgt auf eine erneute Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns in Deutschland, der nun bei 12,82 Euro pro Stunde liegt. Viele im Handwerk warnen, dass steigende Kosten und ein Rückgang an Auszubildenden die Zukunft der Branche gefährden.

Deutschland führte den gesetzlichen Mindestlohn erstmals 2015 ein – damals bei 8,50 Euro pro Stunde. Seither stieg der Satz stetig an und erreichte 2022 die Marke von 12 Euro. Bis Januar 2026 wird er auf 13,90 Euro steigen, für 2027 ist eine weitere Erhöhung auf 14,60 Euro geplant.

Die jüngste Anhebung hat bereits zu höheren Verbraucherpreisen geführt. Eine Erhöhung des Mindestlohns um zehn Prozent schlägt sich typischerweise in einer Preiserhöhung für Dienstleistungen von 6,8 bis 7,8 Prozent nieder. Der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks bezeichnete die Anpassung als "ausgewogen und tragbar" – doch nicht alle Salonbetreiber teilen diese Einschätzung.

In Lünen beschreibt eine Friseurin die Lage als schwierig: Höhere Löhne bedeuten höhere Rechnungen für die Kunden, während gleichzeitig immer weniger junge Menschen den Beruf ergreifen. Bis zu 6,6 Millionen Beschäftigte in Deutschland könnten 2025 von Lohnerhöhungen profitieren – für kleine Betriebe wächst jedoch der Druck.

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Die nächste Erhöhung des Mindestlohns steht am 1. Januar 2026 an, dann steigt der Stundenlohn auf 13,90 Euro. Salons wie der in Lünen werden einen Teil dieser Kosten an die Kundschaft weitergeben. Angesichts sinkender Ausbildungszahlen und wachsender Konkurrenz bleibt die Zukunft selbstständiger Friseure ungewiss.

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