25 April 2026, 12:44

Gewalt im Fußball erreicht neuen Höhepunkt – ZIS-Bericht zeigt alarmierende Zahlen

Schwarzes und weißes Bild eines Fußballspielers auf dem Boden umgeben von einer Gruppe von Männern, mit einer Menschenmenge im Hintergrund eines Stadions.

Gewalt im Fußball erreicht neuen Höhepunkt – ZIS-Bericht zeigt alarmierende Zahlen

Gewalt im Fußball und Sicherheitsbedenken: Neuer Bericht der ZIS zeigt besorgniserregende Entwicklungen

Eine aktuelle Studie des Zentralen Informationsbüros für Sporteinsätze (ZIS) in Deutschland rückt gewalttätige Vorfälle und Sicherheitsrisiken im Fußball in den Fokus. Für die Untersuchung wurden über 2.600 Spiele in Profi- und Amateurligen während der Saison 2024/2025 analysiert. Zwar gingen einige Straftaten zurück, doch die missbräuchliche Verwendung von Pyrotechnik und gewalttätiges Fanverhalten nahmen besorgniserregend zu.

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Die ZIS wertete 1.170 Partien in den drei höchsten Bundesliga-Ligen sowie 1.513 Spiele in unterklassigen Ligen aus. Trotz eines Rückgangs der eingeleiteten Strafverfahren um 22 Prozent auf 5.197 Fälle blieb die Gewaltproblematik bestehen. Ein besonders schwerwiegender Vorfall ereignete sich im Oktober 2024, als rund 100 mutmaßliche Täter in Essen einen Sonderzug attackierten und dabei Unbeteiligte gefährdeten.

Die Verletzungen durch den unsachgemäßen Umgang mit Pyrotechnik stiegen deutlich an: 95 Personen wurden dabei verletzt. Zwar sanken die Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz von 721 auf 468, doch der missbräuchliche Einsatz von Bengalos und Feuerwerkskörpern bei Spielen nahm um 73 Prozent zu. Die Behörden fordern von den Veranstaltern nun strengere Kontrollen.

Insgesamt verletzten sich in den drei höchsten Ligen 1.107 Menschen – ein Rückgang um 17,2 Prozent im Vergleich zur Vorsaison. Darunter waren 160 Polizeibeamte (48 Prozent weniger) und 89 Ordner (44 Prozent weniger). Gleichzeitig stieg die Zahl der als gewaltbereit eingestuften Personen um 280 auf etwa 18.000 an.

Die Zuschauerzahlen kletterten um 15 Prozent auf 32,95 Millionen Besucher in allen Wettbewerben. Gleichzeitig verringerte sich der Einsatzaufwand für Bundes- und Landespolizei um fast 8,8 Prozent, doch der operative Druck blieb hoch.

Der Bericht zeigt gemischte Trends in der Fußballsicherheit: Zwar gingen Verletzungen und einige Straftaten zurück, doch gewalttätiges Verhalten und der Missbrauch von Pyrotechnik bleiben drängende Probleme. Vereine und Behörden stehen nun vor der Forderung, die Sicherheitsvorkehrungen vor Beginn der nächsten Saison deutlich zu verschärfen.

Quelle