Greenlyte und Eurowings setzen auf nachhaltigen Flugkraftstoff in Düsseldorf
Slavko HartungGreenlyte und Eurowings setzen auf nachhaltigen Flugkraftstoff in Düsseldorf
Greenlyte und Eurowings vereinbaren strategische Partnerschaft für nachhaltigen Flugkraftstoff am Flughafen Düsseldorf
Die Unternehmen Greenlyte und Eurowings haben eine strategische Zusammenarbeit vereinbart, um am Flughafen Düsseldorf nachhaltigen Flugkraftstoff (Sustainable Aviation Fuel, SAF) herzustellen. Die Produktion soll 2028 starten und jährlich etwa 150 Tonnen umfassen. Der Kraftstoff wird für Flüge eingesetzt und markiert damit einen Schritt hin zu einer umweltfreundlicheren Luftfahrt.
Die geplante Anlage nutzt die Technologie von Greenlyte, um Kohlendioxid aus der Luft zu filtern und grünen Wasserstoff zu erzeugen. Dieser wird anschließend in synthetischen Kraftstoff umgewandelt. Ein Teil des benötigten Stroms stammt aus einer Solaranlage direkt am Flughafen.
Der Baubeginn ist für 2027 vorgesehen, vorbehaltlich der notwendigen Genehmigungen. Greenlyte-Chef Florian Hildebrand schätzt, dass die Investitionen mehr als zehn Millionen Euro betragen werden. Die Anlage dient vor allem als Pilotprojekt und soll den Weg für größere Produktionsstätten ebnen.
Eurowings wird die gesamte Produktion der ersten drei Jahre abnehmen. Die jährlich hergestellten 150 Tonnen SAF könnten – bei einer Beimischung von 50 Prozent zu herkömmlichem Kerosin – etwa 60 Flüge zwischen Düsseldorf und Palma de Mallorca ermöglichen. Allerdings ist der synthetische Kraftstoff derzeit bis zu zehnmal teurer als herkömmliche Alternativen.
Eurowings-Chef Jens Bischof fordert politische Unterstützung, um Investitionen in solche Anlagen zu fördern. Er sieht darin einen entscheidenden Hebel, um den Markt für nachhaltige Kraftstoffe schneller wachsen zu lassen.
Die Kooperation zwischen Greenlyte und Eurowings soll zeigen, dass die großtechnische Herstellung von SAF machbar ist. Mit Baubeginn 2027 und Produktionsstart im Folgejahr könnte das Projekt die Zukunft der Flugkraftstoffe prägen. Die hohen Kosten und die begrenzte Kapazität verdeutlichen jedoch die Herausforderungen, die noch bewältigt werden müssen, um eine breitere Einführung zu erreichen.






