02 April 2026, 16:26

Güterslohs Weberei wird 2026 saniert – und bleibt trotzdem lebendig

Eine Gruppe von Menschen, die vor einer Rolltreppe an der Nationalen Buchmesse 2019 lächeln und Taschen halten.

Güterslohs Weberei wird 2026 saniert – und bleibt trotzdem lebendig

Kulturzentrum Weberei in Gütersloh: Umfassende Sanierung 2026 – trotz Bauarbeiten geöffnet

Das Gütersloher Kulturzentrum Weberei wird 2026 umfangreich modernisiert, bleibt aber während der Arbeiten für Vereine und Veranstaltungen geöffnet. Die Stadt hat zugesichert, den Standort als lebendigen und inklusiven Treffpunkt neben Theater und Rathaus zu erhalten. Geplant sind moderne Aufrüstungen der Küchen, der Klimatechnik und der Belüftung, um die Weberei als zentrales Element der lokalen Kultur zu festigen.

Betrieben wurde die Weberei ursprünglich von der Bürgerkiez gGmbH, einer Gütersloher Sozialfirma, die das Zentrum von 2016 bis 2022 leitete. Nach finanziellen Schwierigkeiten schloss die Einrichtung vorübergehend, doch durch Projekte wie Pop-up-Cafés und Jugendinitiativen gelang die Neuausrichtung. Nun arbeiten Stadt und Förderverein Weberei Hand in Hand, um das kulturelle Angebot auch während der Bauphase aufrechtzuerhalten.

Die Geschichte der Weberei begann unter der Trägerschaft der Bürgerkiez gGmbH, die 2015 als soziales Unternehmen in Gütersloh gegründet wurde. Nach der Leitung des Zentrums bis 2022 verlagerte die Gruppe ihren Fokus, als finanzielle Engpässe zur Schließung zwangen. Stattdessen initiierte sie Projekte wie das Kiezcafé als Pop-up, Nachbarschaftsgärten und Jugendprogramme in Gütersloh und Bielefeld. Diese Vorhaben hielten den Geist der Weberei lebendig und förderten gleichzeitig lokale Gründerszenen und sozialen Zusammenhalt.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die für 2026 geplanten Sanierungsarbeiten zielen darauf ab, die Infrastruktur zu modernisieren, ohne den laufenden Betrieb zu unterbrechen. Die Stadt wird Küchen, Heizung und Lüftung erneuern, doch Teile des Gebäudes bleiben für Vereine und Veranstaltungen nutzbar. Ein "Grundrauschen an Aktivität" soll erhalten bleiben, damit das Zentrum während der Bauphase nicht zur Ruhe kommt.

Bürgermeister Matthias Trepper betont die Entschlossenheit der Stadt, die Weberei während des gesamten Prozesses zu unterstützen. Sogar das städtische Kulturamt wird vorübergehend in das Zentrum umziehen – ein Zeichen für dessen Bedeutung. Parallel erarbeitet der Förderverein gemeinsam mit der Verwaltung ein Übergangskonzept, um den Ort bis zur Fertigstellung funktionsfähig und einladend zu halten.

Trotz der anstehenden Modernisierung bleibt die Weberei ein kultureller Anker in Gütersloh. Vereine, Veranstaltungen und städtische Dienstleistungen werden weiterhin in ihren Räumen stattfinden – gestützt durch verbesserte Einrichtungen. Die Partnerschaft zwischen Stadt und Förderverein sichert, dass die offene und inklusive Atmosphäre des Zentrums auch über 2026 hinaus bestehen bleibt.

Quelle