29 March 2026, 16:25

Heino-Konzert in Bad Belzig entfacht Debatte um Patriotismus und Meinungsfreiheit

Ein Smiley mit den Farben Rot, Gelb und Weiß der deutschen Flagge auf einem weißem Hintergrund.

Heino-Konzert in Bad Belzig entfacht Debatte um Patriotismus und Meinungsfreiheit

Ein kürzlich stattgefundenes Konzert des deutschen Sängers Heino in Bad Belzig hat eine neue Debatte ausgelöst, nachdem es als Solidaritätsbekundung für einen entlassenen Feuerwehrmann veranstaltet wurde. Rund 800 Besucher nahmen an der Veranstaltung teil, bei der einige nationale Flaggen schwenkten und während des Auftritts Parolen skandierten.

Das Konzert folgte auf die Entlassung von Richard Mänder, einem Feuerwehrmann, der bei einer Meisterschaftsveranstaltung eine umstrittene Aufnahme der deutschen Nationalhymne abgespielt hatte. Heino und sein Team verteidigten den Auftritt als Zeichen der Unterstützung für Mänder, der jede Verbindung zur rechtsextremen Szene bestreitet.

Der Streit begann im August 2025, als der Bad Belziger Feuerwehrmann Richard Mänder bei den Sportmeisterschaften der Feuerwehr in Torgau (Sachsen) Heinos Aufnahme der ersten Strophe des Deutschlandlieds abspielte. Der Deutsche Feuerwehrverband reagierte mit der Abberufung Mänders aus allen seinen Richterämtern. Dieser wies seitdem rechtsextreme Gesinnungen von sich und bezeichnete die Sanktionen als ungerecht.

Heino, bekannt für seine patriotischen Lieder, kritisierte Mänders Entlassung und organisierte das Solidaritätskonzert in Bad Belzig. Etwa 800 Menschen erschienen, tanzten und sangen zu seiner Musik. Während der Zugabe skandierten Teile des Publikums "Ostdeutschland, Ostdeutschland!" und schwenkten schwarz-rot-goldene Flaggen.

Heinos Manager Helmut Werner wies Vorwürfe zurück, der Sänger stehe politisch rechts. Er beschrieb das Konzert als reine Unterstützung für Mänder. Das Publikum jubelte zudem dem Lied "Layla" zu, das Heino zuvor wegen sexistischer Textzeilen Kritik eingebracht hatte.

Der AfD-Bundestagsabgeordnete Lars Schieske lobte das Konzert später auf Instagram. Der Deutsche Feuerwehrverband hält an der Entlassung Mänders fest, hat sich aber nicht weiter zur Verwendung der Hymne bei offiziellen Anlässen geäußert.

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Die Veranstaltung hat die Diskussionen über Patriotismus, Meinungsfreiheit und politische Zuordnungen in Deutschland neu entfacht. Mänder bleibt von seinen Feuerwehrpflichten ausgeschlossen, während Heinos Team betont, das Konzert habe keine politische Motivation gehabt. Der Verband hat keine Änderungen seiner Richtlinien zur umstrittenen Hymnenstrophe angekündigt.

Quelle