18 April 2026, 08:23

Hexenverfolgung in Essen: Warum die Stadt eine Ausnahme war

Historische Karte von Mitteleuropa aus dem Jahr 1618, die die religiöse Landschaft der Region mit detaillierten Anmerkungen zeigt.

Hexenverfolgung in Essen: Warum die Stadt eine Ausnahme war

Öffentlicher Vortrag: Die Geschichte der Hexenverfolgung in Essen

Am 5. Dezember 2025 findet in Essen ein kostenloser öffentlicher Vortrag über die Geschichte der Hexenprozesse statt. Dr. Claudia Kauertz, Leiterin des Hauses der Essener Geschichte/Stadtarchiv, wird die Veranstaltung im Volkshochschulzentrum Essen leiten. Im Mittelpunkt steht die Frage, warum die Verfolgungswelle in der Region trotz ihrer zentralen Lage zwischen den Brennpunkten des Hexenwahns im Rheinland und in Westfalen unterschiedlich verlief.

Der Vortrag dauert von 18:00 bis 19:30 Uhr und beleuchtet Essen als Fallbeispiel. Dr. Kauertz analysiert die Faktoren, die Anklagen und Vorwürfe während der Hexenprozesse prägten. Zwischen 1585 und 1632 erreichte die Verfolgung angeblicher Hexen in der Umgebung ihren Höhepunkt – doch in Essen selbst war die Intensität unterschiedlich ausgeprägt.

Die Teilnahme ist kostenfrei, um eine vorherige Anmeldung wird jedoch gebeten. Interessierte können sich online unter www.vhs-ourwebsite mit der Kursnummer 252.1B004N registrieren.

Die Veranstaltung bietet einen detaillierten Einblick, wie sich Essens Geschichte in das größere Muster der Hexenverfolgung einfügt. Anhand lokaler Akten zeigt Dr. Kauertz auf, welche Umstände Anklagen in der Stadt wahrscheinlicher oder seltener machten. Der Vortrag ermöglicht es, ein dunkles Kapitel der Regionalgeschichte anhand überlieferter Quellen besser zu verstehen.

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