16 April 2026, 14:27

Ibbenbürens Hauptschule kämpft um Überleben trotz 23-Millionen-Neubauplänen

Einfahrt zu einer Schule mit einem "Schule"-Schild, Fahrzeuge auf der Straße, ein Torbogen, ein Tor, eine Namensschild, Pflanzen, Bäume, Strommasten mit Drähten und ein bewölkter Himmel.

Ibbenbürens Hauptschule kämpft um Überleben trotz 23-Millionen-Neubauplänen

Ibbenbürens Gemeinschafts-Hauptschule steht vor dramatischem Schülerrückgang

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An der Gemeinschafts-Hauptschule in Ibbenbüren sind für das Schuljahr 2025/2026 nur noch fünf Kinder angemeldet – ein drastischer Rückgang. Trotz dieser Entwicklung hat die Stadt einen 23-Millionen-Euro-Plan für einen Neubau bis 2030 beschlossen. Hintergrund ist, dass immer mehr Eltern ihre Kinder auf Gymnasien schicken und die Hauptschule damit zunehmend an Schülerzahlen verliert.

Der Rückgang an der Schule spiegelt einen allgemeinen Trend in Ibbenbüren wider: Viele Eltern bevorzugen Gymnasien, da sie diesen einen höheren sozialen Status für ihre Kinder zuschreiben. Die Hauptschule hingegen bleibt eine Bildungseinrichtung für eine heterogene Schülerschaft, darunter Geflüchtete, Quereinsteiger und Kinder mit besonderem Förderbedarf. Sie ist zwar als "inklusive Schule" zertifiziert, doch aktuelle Bewertungen zeigen Schwächen im Umgang mit Störungen und individueller Förderung.

Der Neubau entsteht durch die Zusammenlegung zweier bisheriger Teilstandorte. Trotz sinkender Schülerzahlen unterstützen die meisten politischen Parteien in der Stadt das Projekt. Zwar gibt es jedes Jahr noch Nachmeldungen, doch der Gesamttrend wirft Fragen zur Zukunft der Schule auf.

Eltern fordern zudem Reformen im Schulsystem. Viele wünschen sich längeres gemeinsames Lernen, damit leistungsschwächere Schülerinnen und Schüler ihr Abitur an derselben Schule ablegen können. Aktuell bietet Ibbenbüren zwei Gymnasien – eines in städtischer, eines in katholischer Trägerschaft –, eine Realschule und eine Gesamtschule mit nur vier Zügen pro Jahrgangsstufe.

Zu den prägenden Persönlichkeiten der Schule zählt Maria Frank, eine ehemalige Lehrerin und Buchhändlerin, die einst Kunst an einer freien Schule in der Stadt unterrichtete.

Die 23 Millionen Euro sollen der Hauptschule bis 2030 moderne Räumlichkeiten bescheren. Doch der Fertigstellung steht eine kritisch niedrige Schülerzahl gegenüber. Zwar bleibt die Schule eine wichtige inklusive Bildungseinrichtung – ihre langfristige Zukunft hängt jedoch davon ab, ob es gelingt, mehr Familien von diesem Schulmodell zu überzeugen.

Quelle