IMK verzichtet auf neue Maßnahmen gegen Stadiongewalt – trotz Pyro-Problemen
Mathias HeringIMK verzichtet auf neue Maßnahmen gegen Stadiongewalt – trotz Pyro-Problemen
Die Innenministerkonferenz (IMK) hat beschlossen, vorerst keine neuen Maßnahmen gegen gewalttätige Ausschreitungen in Fußballstadien einzuführen. Diese Entscheidung fällt trotz anhaltender Bedenken hinsichtlich Pyrotechnik und Sicherheitsproblemen im Fußball.
Ein vertraulicher Bericht stuft Pyrotechnik als eine der größten Sicherheitsherausforderungen im Fußball ein. Bisherige Bußgelder und Pilotprojekte mit Detektoren haben das Problem nicht wirksam gelöst. Die Arbeitsgruppe „Fußball ohne Gewalt“ führt zwar Gespräche, hat jedoch keinen neuen Plan vorgelegt.
Innenminister Herbert Reul (CDU) hat den Schiedsrichter kritisiert, weil dieser das DFB-Pokalfinale trotz Pyrotechnik nicht abgebrochen habe. Reul, der sich seit neun Jahren mit fußballbezogener Gewalt befasst, hält die aktuellen Maßnahmen für unzureichend. Er fordert die Vereine nun auf, die Kontrollen zu verschärfen, Ultra-Fanräume zu durchsuchen und Videüberwachung einzusetzen, um zu verhindern, dass Gegenstände über Zäune geworfen werden.
Die Vereine argumentieren, dass umfassende Kontrollen kaum umsetzbar seien. Die IMK wird die Angelegenheit auf ihre Herbstkonferenz vertagen. Auch die jüngsten Vorfälle beim DFB-Pokalfinale haben die Entscheidung, vorerst auf neue Maßnahmen zu verzichten, nicht geändert.
Die IMK hat sich dafür entschieden, die Thematik bis zur nächsten Sitzung zurückzustellen. Vereine und Behörden bleiben uneins darüber, wie die Stadionsecurity zu handhaben ist. Die Debatte über Pyrotechnik und Fanverhalten wird vorerst ohne unmittelbare Änderungen weitergehen.






