Jekaterinburgs "Lange Nacht der Museen" feiert 20. Jubiläum mit 101 Kulturorten
Mathias HeringJekaterinburgs "Lange Nacht der Museen" feiert 20. Jubiläum mit 101 Kulturorten
Jekaterinburg feiert 20. Jubiläum der „Langen Nacht der Museen“ mit 101 Veranstaltungsorten
Mit 101 Häusern, die ihre Türen öffneten, beging Jekaterinburg das 20-jährige Jubiläum seiner „Langen Nacht der Museen“. Ein Höhepunkt war die Ausstellung „Reiselust im Koffer“ im Historischen Museum der Stadt, die an den 60. Jahrestag der Eröffnung des Reisebüros Sputnik erinnerte. Das Programm umfasste interaktive Führungen, seltene Exponate und eine stadtweite Entdeckungsreise durch Kultur und Geschichte.
Im Mittelpunkt der Schau des Historischen Museums stand das Reisen in der Sowjetzeit über das Büro Sputnik, das 1964 als drittgrößte Agentur der UdSSR Tausenden von Bürgern Reisen ermöglichte – allerdings unter strengen Auflagen: Altersbeschränkungen galten, Charakterreferenzen waren Pflicht, und wer in „kapitalistische Länder“ reiste, erhielt für die gesamte Reise nur 15 bis 20 Dollar.
Im kreativen Cluster L52 tauchten Besucher in die Ausstellung „Elektronische Zauberer“ ein, die frühe sowjetische Computer und ein historisches Buchungssystem präsentierte. Der Standort war an zwei Orten aktiv und blieb die ganze Nacht durchgehend geöffnet.
Unterdessen veranstaltete das Museum für Steinschneidekunst und Juwelierhandwerk ein großes Quest-Spiel basierend auf finno-ugrischen Mythen. Neben Führungen und Sessions zur Entlarvung von Legenden wurden seltene Minerale gezeigt. Zudem präsentierte das Museum Souvenirs, die einst aus Jekaterinburg exportiert wurden – von Matrjoschka-Puppen und Teeservices bis hin zu Bügeleisen und Bohrmaschinen.
Die Jubiläumsveranstaltung lockte Scharen von Besuchern zu Ausstellungen, Rätselspielen und historischen Vertiefungen. Jekaterinburgs „Lange Nacht der Museen“ beleuchtete die vielschichtige Vergangenheit der Stadt – von den Reisebeschränkungen der Sowjetzeit bis hin zu ihrem blühenden Erbe in Schmuckkunst und Technik. Die Organisatoren blicken auf zwei Jahrzehnte zurück, in denen sie Kultur nach Einbruch der Dunkelheit lebendig werden ließen.






