18 March 2026, 00:55

Jugendliche schießen mit Airsoft-Pistole auf Passantin – Polizei ermittelt wegen Beleidigung

Ein Plakat mit zwei bewaffneten Personen, die eine Fahne halten, und einem Text, der die Fortsetzung des Kampfes der Armee gegen gesundheitliche Probleme fordert.

Jugendliche schießen mit Airsoft-Pistole auf Passantin – Polizei ermittelt wegen Beleidigung

Zwei Jugendliche aus Lüdenscheid sind nach dem mutmaßlichen Beschuss einer Passantin mit einer Airsoft-Pistole bei den Behörden angezeigt worden. Der Vorfall ereignete sich auf der Altenaer Straße, wo das Duo die Frau zudem verbal beleidigte. Die Polizei übergab die beiden später ihren Eltern.

Die Frau hatte die Jugendlichen zuvor aufgefordert, das Schießen mit Plastikgeschossen auf dem Parkplatz eines nahegelegenen Discounters zu unterlassen. Als diese sich weigerten, eskalierte die Auseinandersetzung, was schließlich zum angeblichen Angriff führte. Die Beamten bestätigten, dass die Frau keine körperlichen Verletzungen davontrug.

In Deutschland werden Vorfälle mit Airsoft-Waffen in öffentlichen Räumen von der Polizei mit großer Ernsthaftigkeit behandelt. Im Februar 2026 führte ein ähnlicher Fall in Nürnberg zur Festnahme eines 13- oder 15-jährigen Schülers, der eine Airsoft-Pistole in seinem Rucksack mitführte. Schulen und öffentliche Einrichtungen wurden abgesperrt, Spezialeinsatzkräfte rückten an. Die Behörden prüfen nun rechtliche Konsequenzen, darunter schärfere waffenfreie Zonen und verstärkte Kontrollen.

Das Mitführen oder Abfeuern von Attrappenwaffen in der Öffentlichkeit kann gegen das deutsche Waffengesetz verstoßen. Häufig kommt es zu Missverständnissen, da solche Gegenstände echten Schusswaffen täuschend ähnlich sehen können. Die Polizei warnt, dass selbst Spielzeugwaffen heftige Reaktionen auslösen können.

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Die an dem Vorfall in Lüdenscheid beteiligten Jugendlichen wurden nach ihrer Vernehmung den Eltern übergeben. Die Staatsanwaltschaft wird den Fall nun prüfen; mögliche Strafen könnten sich aus dem Waffengesetz ergeben. Die Polizei appelliert weiterhin an die Bevölkerung, beim Umgang mit Nachbildungen von Schusswaffen in der Öffentlichkeit größte Vorsicht walten zu lassen.

AKTUALISIERUNG

Muster von Airsoft-Waffen-Ereignissen zeigt sich über Deutschland

Ein ähnliches Airsoft-Waffen-Ereignis hat sich in Heidenheim gezeigt und einen besorgniserregenden Trend aufgezeigt. Drei Jugendliche im Alter von 16 Jahren und unbekannten Alters wurden mit Softair-Waffen auf einem Schulspielplatz am 4. März 2026 gefunden. Die Polizei reagierte mit mehreren Einheiten aufgrund initialer Sicherheitsbedenken. Zwei der Jugendlichen hatten die Waffen zuvor am selben Tag in der Stadtmitte gekauft. Alle drei wurden festgenommen, verhört und an ihre Eltern überstellt. Der Fall unterstreicht die anhaltenden Herausforderungen bei der Nutzung von Airsoft-Waffen durch Jugendliche in öffentlichen Räumen.