KiBiz-Reform in NRW: Mehr Betreuungssicherheit für Kinder ab 2027
In Nordrhein-Westfalen hat das neue Kinderbildungsgesetz (KiBiz) einen wichtigen Schritt nach vorn gemacht. Familienministerin Josefine Paul und zentrale Verbände unterzeichneten heute die zentralen Eckpunkte der Reform. Ziel der Änderungen ist es, die Betreuungssicherheit für Kinder im gesamten Bundesland zu verbessern.
Die Einigung wurde zwischen dem Ministerium, kommunalen Spitzenverbänden, Kirchen und Wohlfahrtsorganisationen erzielt. Kernstück der Reform ist ein sogenanntes Kernzeitmodell, das Bürokratie abbauen soll. Demnach erhalten Kinder künftig mindestens fünf Stunden täglich Betreuung durch qualifizierte Fachkräfte, während die Randzeiten von anderem Personal abgedeckt werden können.
Die Reform sieht zudem größere Gruppen in Kitas vor. Zur Finanzierung der Maßnahmen stellt das Land jährlich zusätzliche 200 Millionen Euro bereit. Weitere 50 Millionen Euro pro Jahr fließen in die Einstellung neuen Personals.
Das Ministerium plant nun, den Gesetzentwurf bis Ende 2024 auszuarbeiten. Bei Zustimmung des Landtages im kommenden Jahr soll das neue Gesetz im August 2027 in Kraft treten. Die zusätzlichen Mittel und strukturellen Anpassungen sollen die Verlässlichkeit der Kinderbetreuung erhöhen. Die ersten 200 Millionen Euro erhalten die Träger bereits ab nächsten Jahr als freiwillige Förderung. Regierung und Verbände haben sich verpflichtet, die Reformen gemeinsam umzusetzen.






