02 May 2026, 10:25

Krebs im Endstadium: Warum Bloggerin Lerchek jetzt eine Kosmetikmarke startet

Buntes Plakat für das National Cancer Institute mit blauem Hintergrund und weißer Schrift, das eine Reihe von Bildern von lächelnden Menschen verschiedenen Alters, Geschlechts und Ethnien zeigt, die den fetten, großen Titel "National Cancer Institute" umgeben.

Krebs im Endstadium: Warum Bloggerin Lerchek jetzt eine Kosmetikmarke startet

Die Bloggerin Walerija Tschekalina, bekannt unter dem Online-Pseudonym Lerchek, hat trotz ihrer öffentlich thematisierten Krebserkrankung im Endstadium eine eigene Kosmetikmarke namens Eyya Skin auf den Markt gebracht. Der Schritt löst unter ihren Followern kontroverse Diskussionen aus – von begeisterter Unterstützung bis hin zu Vorwürfen, sie nutze ihre Krankheit für Aufmerksamkeit aus. Nun hat sich auch der Produzent Gera Iwashtschenko zu Wort gemeldet und ihre Vorgehensweise als mutig und für das russische Publikum ungewöhnlich strategisch bezeichnet.

Tschekalina hatte ihre Diagnose in emotionalen Werbevideos für ihre neue Marke bekannt gegeben. Ihr öffentliches Image vereint Widerstandskraft mit Verletzlichkeit – eine Mischung, die bei manchen Anklang findet, bei anderen jedoch Unbehagen auslöst. Kritiker werfen ihr vor, in einigen Clips zu stark auf Mitleid zu setzen, um die Zuschauer zu erreichen.

Produzentin Gera Iwashtschenko verglich ihre Taktik mit globalen PR-Strategien, wie sie etwa von der Familie Kardashian eingesetzt werden. Eine derart offene Auseinandersetzung mit persönlichen Schicksalen sei in Russland unüblich, wo Betroffene sich in solchen Situationen meist aus der Öffentlichkeit zurückzögen, so Iwashtschenko. Gleichzeitig vermutet sie, dass Tschekalina mit ihrem Engagement auch die finanzielle Zukunft ihrer Kinder sichern wolle.

Die Reaktionen auf den Launch von Eyya Skin fallen extrem unterschiedlich aus. Während viele Bewunderer ihre Stärke loben, fragen sich andere, ob ihre Krankheit gezielt für die Markenvermarktung instrumentalisiert wird. Iwashtschenko warnte, dass der Ansatz nach hinten losgehen könnte, da das russische Publikum mit diesem Grad an Offenheit noch hadere.

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Tschekalinas Entscheidung, mitten im Kampf gegen ihre schwere Erkrankung ein Unternehmen zu gründen, stellt sie ins Rampenlicht der Kritik. Die Mischung aus Bewunderung und Skepsis spiegelt die größeren Spannungen wider, die in der Influencer-Kultur um Authentizität herrschen. Bislang bleibt die Resonanz auf ihre Marke gespalten – die langfristigen Auswirkungen sind noch nicht absehbar.

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