29 April 2026, 22:21

Mann fährt mit überladenem Anhänger voller Giftmüll durch Bielefeld-Tunnel

Schild am Straßenrand mit der Aufschrift "Melden Sie illegale Müllablagerungen und Verschmutzungen" mit Bäumen und Pflanzen im Hintergrund und einer Tafel mit Text im Vordergrund.

Mann fährt mit überladenem Anhänger voller Giftmüll durch Bielefeld-Tunnel

Ein 69-jähriger Mann aus Bielefeld ist angeklagt worden, nachdem die Polizei bei ihm einen überladenen Anhänger mit gefährlichem Abfall entdeckt hatte. Der Vorfall ereignete sich, als er mit dem Anhänger durch den Ostwestfalendamm-Tunnel fuhr – die Ladung ragte dabei etwa 2,2 Meter über die Ladeklappe hinaus. Später stellten die Behörden fest, dass das Fahrzeug mit illegalem Schrott und giftigen Materialien beladen war.

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Der Mann wurde von Beamten gestoppt, die den gefährlich beladenen Pferdeanhänger bemerkt hatten. Darin fanden sie alte Haushaltsgeräte, Aluminiumschrott und Stahlabfälle, die sowohl auf der Ladefläche als auch im Inneren des Autos verstreut waren. Bei einer genaueren Kontrolle stießen die Ermittler auf gefährliche Gegenstände, darunter Fässer mit Altölresten und Autokühler mit Rückständen von Kühlmittel.

Der Anhänger wurde umgehend zu einem kommunalen Recyclinghof gebracht, um die gefährlichen Materialien fachgerecht zu entsorgen. Im Laufe der Ermittlungen stellte sich heraus, dass dem Fahrer die erforderlichen Genehmigungen für das Sammeln und den Umgang mit Schrott und Sondermüll fehlten – wie sie das Kreislaufwirtschaftsgesetz vorschreibt.

Ein zweiter Anhänger des Mannes wurde später sichergestellt, der ebenfalls mit zusätzlichem Abfall beladen war. Die Behörden gehen davon aus, dass er etwa 20 bezahlte Entsorgungsfahrten ohne die notwendige Zulassung durchgeführt hat. Unterlagen deuten zudem darauf hin, dass er für ein 2021 angemeldetes Gewerbe möglicherweise erforderliche Abgaben nicht entrichtet hat.

Das Bielefelder Zollamt wurde eingeschaltet, um mögliche Steuerdelikte, darunter Steuerhinterziehung, zu prüfen. Dem Mann drohen nun mehrere Anklagepunkte, darunter Verstöße gegen Umweltrecht, Steuergesetze sowie Ordnungswidrigkeiten nach dem Kreislaufwirtschaftsgesetz.

Der Fall wurde an die Staatsanwaltschaft zur weiteren rechtlichen Aufarbeitung übergeben. Durch die unerlaubten Entsorgungsaktivitäten und die Missachtung von Umwelt- und Steuerauflagen könnte dem Mann ein empfindliches Strafmaß drohen. Die Ermittlungen zu seinem vollständigen Tätigkeitsumfang laufen noch.

Quelle