Marderhunde im Heidekreis: Invasive Art bedroht heimische Wildtiere und Ökosysteme
Alexander MälzerMarderhunde im Heidekreis: Invasive Art bedroht heimische Wildtiere und Ökosysteme
Ausbreitung der Marderhunde im Heidekreis erreicht alarmierendes Ausmaß
Die Verbreitung von Marderhunden in der Region Heidekreis hat besorgniserregende Dimensionen angenommen. Lokale Behörden und Jägerverbände stufen die Lage mittlerweile als nicht mehr beherrschbar ein – zumindest ohne abgestimmte Gegenmaßnahmen. Ein neuer Aktionsplan sieht vor, das Problem durch spezialisierte Einsatzteams in jedem Verband anzugehen.
Seit dem 1. April haben Jäger in Munster innerhalb der Stadtgrenzen bereits über 70 Marderhunde erlegt. Die invasive Art, die sich seit Jahrzehnten in Deutschland ausbreitet, stellt mittlerweile eine ernste Bedrohung für heimische Wildtiere dar. Die Tiere übernehmen Nester von Vögeln, Eichhörnchen und anderen Arten und stören so das ökologische Gleichgewicht.
Peter Westermann, Vorsitzender des Jägerverbandes, spricht von einem „immensen und zutiefst besorgniserregenden Befall“. Zudem richten die Marderhunde strukturelle Schäden an, indem sie Dachböden, Schornsteine und Nebengebäude besetzen. Viele Anwohner füttern Wildtiere – darunter auch Marderhunde –, was Nachbarschaftskonflikte verschärft und das natürliche Verhalten der Tiere verändert.
Thomas Brammer, der Kreisjagdmeister, appelliert an die Bevölkerung, das Füttern von Wildtieren einzustellen. Er betont, wie wichtig es sei, die natürliche Scheu der Marderhunde zu erhalten, um ihre Population langfristig kontrollieren zu können. Der Landkreis hat finanzielle Unterstützung für die Jägerverbände zugesagt, um die Bestände einzudämmen. Kern der neuen Strategie ist die Bildung spezialisierter Teams in jedem lokalen Verband, um Meldungen und das Management von Marderhund-Sichtungen zu verbessern.
Der Heidekreis wird die Jagdgruppen nun finanziell fördern, um die Bekämpfungsmaßnahmen zu verstärken. Die Einsatzteams sollen die Aktivitäten der Marderhunde in der gesamten Region überwachen und gezielt gegensteuern. Die Behörden hoffen, dass diese Schritte die Schäden durch die invasive Art langfristig verringern werden.






