22 March 2026, 22:23

Markus Lanz: Vom Quotentief zum prägenden Stimme des politischen Fernsehens

Ein Mann in Anzug und Krawatte, der vor einem Podium mit Mikrofon eine Rede hält und ernst dreinschaut.

Markus Lanz: Vom Quotentief zum prägenden Stimme des politischen Fernsehens

Markus Lanz ist zu einer der einflussreichsten Persönlichkeiten des deutschen politischen Fernsehens geworden. Seit er 2014 die ZDF-Talkshow übernahm, prägt er die Diskussionen mit einer Mischung aus Selbstkritik und Optimismus. Seine Karriere erhielt besonders während und nach der COVID-19-Pandemie Auftrieb und festigte seine Rolle als eine der prägenden Stimmen der Medienlandschaft.

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Lanz trat die Nachfolge des von Thomas Gottschalk moderierten Vorgängerformats an, wobei sich die Zuschauerzahlen im Laufe der Zeit veränderten. Begonnen hatte er 2014 mit 1,42 Millionen Zuschauern und einem Marktanteil von 12,9 Prozent. Die Einschaltquoten stiegen bis 2021 auf einen Höchststand von 1,96 Millionen und 16,3 Prozent. Zuletzt pendelten sich die Werte bei etwa 1,5 bis 1,6 Millionen Zuschauern ein, bei einem Marktanteil von 14 bis 15 Prozent im Jahr 2025.

Seine frühen Jahre, insbesondere nach dem Rückschlag bei Wetten, dass..?, beschreibt er als eine "wirklich harte Zeit". Dennoch ist er dankbar für die Chance, mit seiner ZDF-Sendung "die Sache wenden" zu können. Obwohl er einräumt, er "scheitere Woche für Woche", arbeitet er kontinuierlich an seiner Verbesserung.

Politische Gäste in seiner Show zeigen in der Regel Professionalität – etwas, das Lanz sehr schätzt. Er vertraut darauf, dass sein Publikum sich mit unterschiedlichen Standpunkten auseinandersetzt, statt nur nach Bestätigung der eigenen Meinung zu suchen. Diese Offenheit, so Lanz, spiegle eine grundsätzliche Vernunft in der deutschen Gesellschaft wider – eine Quelle seines Optimismus in Bezug auf das politische Klima des Landes.

Obwohl es ihm schwerfällt, konkrete Fehler aus vergangenen Folgen zu benennen, brennt Lanz für seine Arbeit. Die Moderation der Sendung, sagt er, mache er "wirklich irre gern".

Lanz' Herangehensweise – eine Balance aus Selbstreflexion und Vertrauen in sein Publikum – hat seinen langanhaltenden Erfolg geprägt. Mit stabilen Quoten und einem Ruf für anspruchsvolle politische Gespräche bleibt sein Einfluss auf das deutsche Fernsehen ungebrochen. Die Fähigkeit der Sendung, sich anzupassen und zu behaupten, unterstreicht ihre anhaltende Relevanz in der Medienwelt.

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