10 April 2026, 18:25

Meerbusch gedenkt der Opfer der Reichspogromnacht mit bewegender Feier

Mahnmal in einem Stadtplatz, das an Holocaust-Opfer erinnert, mit einem Baum davor, einer Topfpflanze, verstreuten trockenen Blättern und Gebäuden, Fahrzeugen, Polen und Bäumen im Hintergrund.

Meerbusch gedenkt der Opfer der Reichspogromnacht mit bewegender Feier

9. November 2025: Meerbusch gedenkt der Opfer der Reichspogromnacht vor 87 Jahren

Dieser November jährt sich zum 87. Mal die Reichspogromnacht – eine Nacht der Gewalt gegen Jüdinnen und Juden in ganz Deutschland. Um der Opfer zu gedenken, findet am 9. November 2025 in Meerbusch eine öffentliche Gedenkveranstaltung statt. Die Feier soll an die Leidtragenden erinnern und ein Zeichen gegen Hass und Intoleranz setzen.

In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurden während der Reichspogromnacht jüdische Wohnhäuser, Geschäfte und Kulturstätten angegriffen und zerstört. Viele Menschen wurden verletzt, misshandelt oder getötet, als sich die Gewalt im gesamten Land ausbreitete.

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Ein Mahnmal des Künstlers Christoph Willemsen Wiegmann wurde 2003 an der Ecke Kemperallee/Hauptstraße in Lank-Latum errichtet. Der Ort dient als ständige Erinnerung an die Gräueltaten jener Nacht. In den Stadtteilen Osterath und Lank-Latum erinnern zudem Stolpersteine – kleine Messingtafeln vor den ehemaligen Wohnhäusern – an die Ermordeten.

Die diesjährige Gedenkfeier beginnt um 18:00 Uhr am Mahnmal an der Kemperallee. Bürgermeister Christian Bommers wird die Hauptrede halten, unterstützt von Beiträgen der Konfirmandinnen und Konfirmanden der Evangelischen Kirche in Lank. Die Musikpädagogin Christiane Karagaschki wird die Veranstaltung musikalisch begleiten.

Die Organisatorinnen und Organisatoren laden alle Meerbuscher Bürgerinnen und Bürger ein, teilzunehmen. Die Zusammenkunft soll ein deutliches Signal gegen das Vergessen senden und für Toleranz und Menschlichkeit werben.

Die Veranstaltung findet am 9. November 2025 am Mahnmal in Lank-Latum statt. Sie steht in einer langen Tradition des Gedenkens, zu der auch das 2003 errichtete Denkmal und das Stolpersteine-Projekt zählen. Die Feier stellt sicher, dass die Opfer der Reichspogromnacht nicht in Vergessenheit geraten.

Quelle