Mega-Razzia in NRW: Polizei zerschlägt Schwarzarbeit-Ring in der Logistikbranche
Alexander MälzerMega-Razzia in NRW: Polizei zerschlägt Schwarzarbeit-Ring in der Logistikbranche
Großrazzia gegen Schwarzarbeit und Steuerhinterziehung in Nordrhein-Westfalen
Am 24. März 2026 hat die Polizei in Nordrhein-Westfalen eine großangelegte Razzia gegen illegale Beschäftigung und Steuerhinterziehung durchgeführt. Bei der Aktion durchsuchten die Behörden 37 Objekte, darunter Wohnungen und Geschäftsräume, vor allem im Ruhrgebiet. Im Fokus stand ein Logistik-Dienstleister, dem vorgeworfen wird, ein kriminelles System mit Schwarzlohnzahlungen an Kurierfahrer und vorenthaltenen Sozialabgaben betrieben zu haben.
An der Operation waren Hundertschaftsbeamte mehrerer Behörden beteiligt, darunter der Zoll, das Landesamt für Steuerfahndung Nordrhein-Westfalen (LBF NRW), die Zentralstelle zur Bekämpfung der Wirtschaftskriminalität und Steuerhinterziehung (ZeFin NRW), die Bundespolizei sowie eine Spezialeinheit des Zolls.
Im Rahmen der Durchsuchungen wurden drei Haftbefehle vollstreckt. Als Hauptverdächtiger wurde ein 39-jähriger Mann festgenommen, außerdem ein 29-jähriger Mann und eine 26-jährige Frau. Die Ermittler beschlagnahmten 174.000 Euro in bar, sechs elektrische Lastenräder sowie umfangreiches Beweismaterial, darunter digitale Speichermedien.
Die Ermittlungen führt die ZeFin NRW. Den Vorwürfen zufolge hat der Subunternehmer systematisch Steuern und Sozialabgaben hinterzogen und dabei als organisierte kriminelle Vereinigung agiert. Die Behörden betonten, dass keine weiteren Logistikunternehmen in der Region in diesen Fall verwickelt seien.
Die sichergestellten Beweismittel werden nun detailliert ausgewertet. Vermögenswerte wie Bargeld und Lastenräder bleiben vorerst beschlagnahmt. Die Aktion stellt die erste großangelegte Durchsuchung gegen diesen spezifischen Dienstleister in der Transportbranche dar.






