Merkur wagt den Angriff auf Nordamerika mit 1.000 Spielautomaten bis 2025
Alexander MälzerDeutsches Unternehmen will den US-Glücksspielmarkt aufmischen - Merkur wagt den Angriff auf Nordamerika mit 1.000 Spielautomaten bis 2025
Deutscher Spielautomatenhersteller Merkur dringt mit ehrgeizigen Plänen auf den nordamerikanischen Markt vor
Der deutsche Glücksspielanbieter Merkur startet eine offensive Expansion in Nordamerika. Das Unternehmen plant, im kommenden Jahr Hunderte Spielautomaten in die USA und nach Kanada zu exportieren – ein bedeutender Schritt über seine Kernmärkte Deutschland und Großbritannien hinaus.
2025 will Merkur zwischen 800 und 1.000 Automaten nach Nordamerika liefern. Sämtliche Geräte stammen aus dem eigenen Produktionswerk im nordrhein-westfälischen Lübbecke, wo ein Teil der 15.300 Mitarbeiter des Konzerns beschäftigt ist. Der Vorstoß folgt der Übernahme des US-Unternehmens Gaming Arts Anfang dieses Jahres, mit der Merkur eine lokale Präsenz aufbauen wollte.
Innerhalb von drei Jahren strebt das Unternehmen an, jährlich 5.000 Automaten in der Region abzusetzen. stellvertretender Vorstandsvorsitzender Manfred Stoffers bezeichnete die Herausforderung als "David gegen Goliath" – ein Verweis auf die Vorherrschaft dreier großer Konkurrenten auf dem US-Markt. Dennoch ist Merkur bereits global gut aufgestellt: Weltweit sind über 100.000 seiner Automaten im Einsatz.
Die Expansion erfolgt nach einem starken Geschäftsjahr. 2024 verbuchte Merkur einen Konzernumsatz von 2,1 Milliarden Euro – ein Plus von 7,5 Prozent gegenüber 2023. Der Online-Vertrieb steuerte 11 Prozent dazu bei, ein Anteil, den das Unternehmen weiter ausbauen will.
Merkurs Nordamerika-Offensive wird zeigen, ob es sich gegen etablierte Mitbewerber behaupten kann. Bei Erfolg könnte die Expansion die Zahl seiner Automaten in Casinos und Spielhallen deutlich erhöhen. Das langfristige Ziel von 5.000 jährlichen Verkäufen würde zudem die Position des Unternehmens in einem hochkonzentrierten Markt stärken.






