23 May 2026, 18:20

Migrationsberatung kämpft um Finanzierung: Aktionstag in Hamm zeigt dringenden Handlungsbedarf

Migration Counseling Action Day in Hamm

Migrationsberatung kämpft um Finanzierung: Aktionstag in Hamm zeigt dringenden Handlungsbedarf

Bundesweiter Aktionstag zur Migrationsberatung am 1. Oktober

Am 1. Oktober fand ein bundesweiter Aktionstag zur Migrationsberatung statt. In Hamm veranstalteten das Deutsche Rote Kreuz (DRK) und der Bundesverband der Arbeiterwohlfahrt (AWO) eine Veranstaltung, um ihre Arbeit mit neu angekommenen Menschen vorzustellen. Gleichzeitig sollte auf finanzielle Engpässe aufmerksam gemacht und eine bessere Förderung eingefordert werden.

Die Veranstaltung in Hamm fand im DRK-Heim in Bockum-Hövel statt. Verschiedene Organisationen präsentierten dort ihre Angebote für Migrantinnen und Migranten, darunter Sprachkurse, Berufsausbildungsvorbereitung und Integrationsprogramme. Gleichzeitig wiesen sie auf Kürzungen bei zentralen Leistungen hin, die durch knappe Haushalte bedingt seien.

Svetlana Dittmar von der AWO betonte die Bedeutung von Programmen wie Kommunikationstrainings, Sozialkompetenztrainings und demokratischer Bildung. Diese Initiativen unterstützten Jugendliche an Schulen und Berufskollegs, doch ihre Finanzierung bleibe ungesichert.

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Der Bundestagsabgeordnete Michael Thews (SPD) nahm an der Veranstaltung teil und versprach, die Migrationsdienste in Hamm zu unterstützen. Er bestätigte, dass die Bundesregierung die Förderung dieser Programme fortsetzen werde, aktuell jedoch keine zusätzlichen Mittel zur Verfügung stünden. Steigende Kosten und Tarifabschlüsse belasteten die bestehenden Haushalte.

Thews verwies zudem darauf, dass der Haushalt 2026 noch verhandelt werde. Die am Aktionstag vorgebrachten Forderungen würden von den Entscheidungsträgern berücksichtigt, so sein Versprechen.

Der Aktionstag diente als Appell an die Politik, die Finanzierung der Migrationsarbeit verlässlicher zu gestalten. Die Beratungsstellen in Hamm stehen weiterhin unter finanziellen Druck, während der Bedarf weiter wächst. Ob es zusätzliche Unterstützung geben wird, hängt von den Haushaltsverhandlungen für 2026 ab.

Quelle