Mindestlohnverstöße und illegale Beschäftigung: Behörden decken Missstände in vier Unternehmen auf
Etta SchollMindestlohnverstöße und illegale Beschäftigung: Behörden decken Missstände in vier Unternehmen auf
Behörden haben eine Reihe von Kontrollen abgeschlossen, die sich auf Lohnverstöße und illegale Beschäftigung in vier Unternehmen konzentrierten. Im Mittelpunkt standen die Einhaltung des Mindestlohngesetzes sowie die Vorschriften zu Sozialleistungen. Während der Aktion wurden über 150 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer überprüft.
Die Prüfer sichteten Unterlagen und Arbeitsbedingungen von 156 Beschäftigten. Dabei wurden vier Fälle von mutmaßlichen Verstößen gegen das Mindestlohngesetz aufgedeckt. Der aktuelle Mindestlohn in Deutschland liegt bei 12,82 Euro pro Stunde, doch einige Arbeitnehmer erhielten offenbar weniger.
Zudem wurden zwei Fälle von Lohnvorenthaltung und Veruntreuung festgestellt. Daraufhin kamen sieben Verdachtsfälle auf Missbrauch von Sozialleistungen ans Licht. Besonders die Hotel- und Gastronomiebranche stand im Fokus, da sie eine große Belegschaft beschäftigt und strenge Mindestlohnregelungen gelten.
Drei Unternehmen hatten die Behörden nicht wie gesetzlich vorgeschrieben unverzüglich über Neueinstellungen informiert. Bei den Kontrollen wurden außerdem 12 Personen entdeckt, die illegal in Deutschland lebten. Einige dieser Arbeitnehmer verfügten nicht über gültige Arbeitserlaubnisse und verstießen damit gegen die Beschäftigungsvorschriften.
Die Aktion förderte zahlreiche Verstöße zutage – von Lohnbetrug bis hin zu illegaler Beschäftigung. Die Behörden werden nun weitere Ermittlungen einleiten und mögliche Sanktionen prüfen. Unternehmen in Risikobranchen müssen künftig mit strengeren Kontrollen rechnen.






