09 May 2026, 12:21

Mozarts Così fan tutte wird zum echten Beziehungsexperiment in Wiesbaden

Offenes Buch mit dem Titel "Die Lieblingslieder der Oper" mit Noten und Text.

Mozarts Così fan tutte wird zum echten Beziehungsexperiment in Wiesbaden

Das Staatstheater Wiesbaden wagt in dieser Spielzeit einen kühnen Zugang zu Mozarts Così fan tutte. Die Inszenierung verwandelt die Oper in ein lebendiges Beziehungsexperiment – mit echten Paaren als Teilnehmenden. Die Eintrittskarten kosten nur 10 Euro, doch das Erlebnis verspricht weit mehr als einen gewöhnlichen Theaterabend.

Schon bevor das Publikum Platz nimmt, beginnt das Schauspiel: Schauspieler agieren hinter der Bühne, verweben Kostüme, Wege und vielsagende Blicke zu einem Teil des Geschehens. Die Bühne selbst ist als Kunstschule gestaltet und rückt das Publikum in die Rolle von Studierenden – als Teil von Don Alfonsos berüchtigtem Treuetest.

Zwanzig junge Paare zwischen 18 und 35 Jahren treten ins Rampenlicht – ohne Vorkenntnisse in Oper nötig zu haben. Stattdessen verlangt das Theater Mut und die Bereitschaft, sich einzulassen. Regie führt Marie-Ève Signeyrole, die bewusste Abschied vom gewohnten Glanz nimmt, um die ungeschönten Realitäten von Liebe und Vertrauen freizulegen.

Hier geht es nicht um passive Unterhaltung. Die Produktion will verstören, herausfordern, provozieren. Der niedrige Kartpreis täuscht über die hohen emotionalen Einsätze hinweg – denn sowohl Teilnehmende als auch Zuschauer werden zu Akteuren des Experiments.

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Die Suche nach Paaren läuft noch: eine Chance, Teil einer Oper zu werden, wie es sie so noch nicht gab. Mit seiner immersiven Interpretation von Così fan tutte sprengt das Theater Grenzen und verwandelt Mozarts Komödie in eine schonungslose Untersuchung zwischenmenschlicher Beziehungen. Für diejenigen, die mitmachen, könnte dieser Abend ebenso viel über sie selbst verraten wie über die Geschichte, die erzählt wird.

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