07 April 2026, 04:22

Neuer Supercomputer "Otus" revolutioniert Forschung an der Uni Paderborn

Plakat mit Text und Logo, das 'Wir reduzieren die Treibhausgasemissionen um etwa eine Gigatonne bis 2030' behauptet und für eine signifikante Reduzierung der Treibhausgase bis 2030 wirbt.

Neuer Supercomputer "Otus" revolutioniert Forschung an der Uni Paderborn

Die Universität Paderborn hat offiziell ihren neuen Hochleistungsrechner "Otus" in Betrieb genommen – ein bedeutender Fortschritt für das wissenschaftliche Rechnen in Deutschland. Die Anlage wurde am 10. November 2025 im Paderborn Center for Parallel Computing (PC²) vorgestellt. Fachleute betonten, dass der Supercomputer die Forschung in zahlreichen Disziplinen revolutionieren könnte. Vertreter aus Wissenschaft und Technologie präsentierten, wie die Maschine komplexe Herausforderungen in den Bereichen Nachhaltigkeit, Energie und künstliche Intelligenz bewältigen soll.

Technisch setzt "Otus" neue Maßstäbe: Mit 142.656 CPU-Kernen, 108 Grafikprozessoren (GPUs) und einem Speichersystem von fünf Petabyte gehört er zu den leistungsstärksten Systemen seiner Art. Entwickelt in Zusammenarbeit mit Lenovo und der pro-com Datensysteme GmbH, läuft der Rechner dank eines ausgeklügelten Warteschlangen-Managements rund um die Uhr – 24 Stunden am Tag – mit maximaler Effizienz.

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Bei der feierlichen Inbetriebnahme hob Prof. Dr. Matthias Bauer, Präsident der Universität Paderborn, die Bedeutung des Hochleistungsrechnens für die Lösung globaler Probleme hervor. Prof. Dr. Christian Plessl, Leiter des PC², ergänzte, "Otus" ermögliche Forschenden Simulationen mit bisher unerreichter Präzision und Geschwindigkeit. Der Supercomputer unterstützt vielfältige Projekte – von Grundlagenforschung bis hin zu erneuerbaren Energien und Logistik.

Nachhaltigkeit ist ein zentrales Merkmal von "Otus": Durch indirekte Freikühlung, die Nutzung von Abwärme und den Betrieb mit klimaneutralem Strom belegte das System Platz fünf im "Green500"-Ranking der energieeffizientesten Supercomputer. Als Nationales Hochleistungsrechenzentrum steht die Anlage Forschenden bundesweit über ein transparentes Antragsverfahren offen. Während der Vorstellung präsentierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zudem aktuelle Arbeiten, etwa zum maschinellen Lernen in der Chemie oder zur Quantenphotonik.

"Otus" ist nun voll einsatzbereit und bietet der Forschung leistungsstarke Werkzeuge für Datenanalyse, Simulationen und Modellierung. Die Kombination aus Spitzentechnologie und umweltfreundlichem Design macht den Supercomputer zu einer Schlüsselinfrastruktur für die deutsche Wissenschaft. Durch seine breite Zugänglichkeit und Effizienz dürften sich Fortschritte in zahlreichen Forschungsbereichen beschleunigen.

Quelle