NRW 2050: Wo die Bevölkerung wächst – und wo ganze Regionen schrumpfen
Alexander MälzerPrognose: Sauerland verliert Einwohner, Rheinland gewinnt - NRW 2050: Wo die Bevölkerung wächst – und wo ganze Regionen schrumpfen
Nordrhein-Westfalen (NRW) steht in den nächsten drei Jahrzehnten vor ungleichmäßigen Bevölkerungsveränderungen. Während einige Regionen wachsen werden, müssen andere bis 2050 mit deutlichen Rückgängen rechnen. Insgesamt könnte das Land bis 2050 eine halbe Million Einwohner verlieren – bis 2070 sogar eine Million.
Die Rheinregion wird in bestimmten Kreisen Zuwächse verzeichnen. Für Mönchengladbach wird bis 2050 ein Bevölkerungsanstieg von 4,3 Prozent prognostiziert. Im benachbarten Kreis Heinsberg wird im selben Zeitraum ein Plus von 4,7 Prozent erwartet.
Dagegen werden ländliche Gebiete in Ost- und Südwestfalen schrumpfen. Der Märkische Kreis verzeichnet den stärksten Rückgang mit einem vorhergesagten Minus von 12,5 Prozent. Olpe folgt mit einem Rückgang von 12,3 Prozent. Auch der Hochsauerlandkreis und der Kreis Höxter müssen mit spürbaren Verlusten rechnen: Hier werden die Einwohnerzahlen voraussichtlich um 9,6 beziehungsweise 9,3 Prozent sinken.
Selbst das Ruhrgebiet, ein zentraler Industrieknotenpunkt, bleibt von diesem Trend nicht verschont. Bis 2050 wird hier mit einem Bevölkerungsrückgang von etwa fünf Prozent gerechnet.
Die Prognosen zeigen eine wachsende Kluft zwischen expandierenden städtischen Zentren und schrumpfenden ländlichen Regionen. Bis 2050 wird NRW insgesamt weniger Einwohner haben – während einige Gebiete florieren, stehen andere vor demografischen Herausforderungen. Die Verschiebungen werden voraussichtlich lokale Dienstleistungen, die Infrastruktur und die Wirtschaftsplanung beeinflussen.






