22 March 2026, 16:21

NRW-Bauministerin Scharrenbach räumt Führungsfehler nach Mobbing-Vorwürfen ein

Ein Mann in einem weißen Gewand und Hut sitzt an einem Tisch mit Mikrofonen, spricht, während Papiere und Gegenstände auf dem Tisch sichtbar sind, mit einer anderen Person mit Brille zu seiner Rechten, in einem Raum mit einer Wand und einer Tür im Hintergrund.

Scharrenbach bietet Mitarbeitern Gespräche nach Vorwürfen - NRW-Bauministerin Scharrenbach räumt Führungsfehler nach Mobbing-Vorwürfen ein

NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach sieht sich mit Vorwürfen wegen Mobbing und Machtmissbrauchs in ihrem Ressort konfrontiert. Berichten zufolge herrscht in ihrem Ministerium ein von Angst und Einschüchterung geprägtes Arbeitsklima – die Vorfälle sollen bereits vor der Bundestagswahl 2025 begonnen haben.

Scharrenbach hat nun reagiert und eingeräumt, in ihrer Führungsrolle Fehler gemacht zu haben. Gleichzeitig versprach sie, die von Mitarbeitenden geäußerten Bedenken ernst zu nehmen und anzugehen.

Auslöser der Debatte war eine Veröffentlichung des Spiegel, der interne Dokumente und ein anonymes Schreiben zitierte. Darin wird von einem "Klima der Angst und Einschüchterung" unter Scharrenbachs Leitung berichtet. Ein hochrangiger Beamter soll gesagt haben: "Diese Frau hat mich zerstört." Besonders problematisch sei die Situation in der Abteilung für digitale Verwaltung, die zu ihrem Zuständigkeitsbereich gehört.

Bereits im Januar 2025 hatte ein Personalvertreter einer Behörde den Chef der Staatskanzlei über Fehlverhalten im Ministerium informiert. Öffentlich bekannt ist jedoch nicht, ob sich seither – also seit Scharrenbachs Amtsantritt 2022 – die Arbeitsatmosphäre in der Digitalverwaltung verbessert hat.

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Auf die Vorwürfe reagierend gab Scharrenbach zu, dass ihr Führungsstil nicht immer allen Mitarbeitenden gegenüber fair gewesen sei. Sie kündigte konkrete Maßnahmen an, um die Führungsprozesse zu verbessern, darunter gemeinsame Gespräche mit betroffenen Beschäftigten und dem Personalrat. Zudem bot sie persönliche Aussprachen mit denen an, die sich durch ihr Handeln benachteiligt fühlen.

Ihre Selbstkritik verbindet die Ministerin mit dem Versprechen, die Führungskultur in ihrem Haus zu reformieren. Als nächste Schritte sind direkte Gespräche mit den Mitarbeitenden und dem Personalrat geplant, um die gemeldeten Probleme zu lösen. Wie genau diese Veränderungen umgesetzt oder überwacht werden sollen, blieb jedoch offen.

Quelle