NRW reformiert Kita-System: Mehr Personal durch zweistufiges Modell
Mathias HeringNRW reformiert Kita-System: Mehr Personal durch zweistufiges Modell
Nordrhein-Westfalen will Kita-System reformieren, um Fachkräftemangel zu bekämpfen
Nordrhein-Westfalen steht vor einer Reform seines Betreuungssystems, um den Mangel an qualifizierten Erzieherinnen und Erziehern zu bewältigen. Der von Familienministerin Verena Schäffer (Grüne) unterstützte Plan sieht feste Kernöffnungszeiten mit einem zweistufigen Personalmodell vor. Kritiker befürchten jedoch, dass die Änderungen die Qualität der frühkindlichen Bildung beeinträchtigen könnten.
Das geplante Gesetz teilt die Betreuungszeiten in zwei Abschnitte. Voll qualifiziertes Fachpersonal mit einer dreijährigen Ausbildung würde täglich fünf "Kernstunden" abdecken. Für die verbleibenden "Randzeiten" könnten Einrichtungen ergänzende Kräfte mit nur zweijähriger pädagogischer Ausbildung einstellen.
Schäffer verteidigt den Ansatz mit dem Argument, das System brauche "mehr Verlässlichkeit". Das Modell biete Kita-Trägern, die unter Personalmangel leiden, eine ausbildungsplätze 2024. Die Reform orientiert sich an bereits bestehenden Systemen in Ländern wie Bayern, Baden-Württemberg und Hessen, wo Kernzeiten zwischen 2020 und 2021 eingeführt wurden.
Studien wie die IFD-Allensbach-Umfrage 2023 zeigen, dass feste Öffnungszeiten in diesen Regionen die Planungsicherheit für Eltern verbessert haben. Die Verfügbarkeit von Betreuungsplätzen blieb stabil oder stieg durch effizientere Personaleinsätze sogar leicht an. Einige Eltern kritisierten jedoch die geringere Flexibilität im Vergleich zu früheren Regelungen.
Das neue Gesetz würde Kita-Trägern in Personalengpässen eine Notfalloption bieten. Bei Verabschiedung könnte es den Druck auf das System verringern, während grundlegende Betreuungsstandards aufrechterhalten werden. Dennoch bleiben Bedenken, ob die kürzere Ausbildung des Ergänzungspersonals die Betreuungsqualität beeinträchtigen könnte.
Protests prompt partial revisions to Kita reform plan
The revised NRW Kita reform draft now includes permanent funding boosts after widespread backlash. Key changes include:
- 200 million Euro annual funding increase made permanent
- Special subsidies for older single-group facilities retained
- Core 'Kernzeiten' model remains unchanged despite protests
- Ergänzungskräfte rules stay in place for Randzeiten staffing






