NRW revolutioniert Bürgerbeteiligung an Windparks mit Sparbriefen für Anwohner:innen
Slavko HartungNRW revolutioniert Bürgerbeteiligung an Windparks mit Sparbriefen für Anwohner:innen
Nordrhein-Westfalens neues Bürgerenergiegesetz schreibt vor, dass Anwohner:innen künftig finanziell an Erneuerbare-Energien-Projekten beteiligt werden müssen. Damit soll die öffentliche Akzeptanz gesteigert und der wirtschaftliche Nutzen in der Region gehalten werden. Als erste Vorhaben bieten die Windparkprojekte in Münchheide und Dickerheide Bürger:innen die Möglichkeit, sich über Sparbriefe zu engagieren.
Die beiden Projekte umfassen insgesamt fünf Windkraftanlagen – zwei in Münchheide und drei in Dickerheide. Die Sparkasse Krefeld gibt für diese Vorhaben die Sparbriefe aus und betritt damit Neuland in der Finanzierung erneuerbarer Energien.
Anwohner:innen können zwischen 1.000 und 10.000 Euro pro Sparbrief investieren, der über eine Laufzeit von zehn Jahren eine feste Verzinsung von 3,25 Prozent pro Jahr bietet. Die Ausgabe der Papiere erfolgt in zwei Phasen, jeweils mit unterschiedlichen Teilnahmebedingungen und Investitionszeitfenstern. Für die beiden Anlagen in Münchheide stehen 1,2 Millionen Euro an Bürgerkapital zur Verfügung, für die drei in Dickerheide sind es 1,5 Millionen Euro.
Der lokale Energieversorger Stadtwerke unterstützt die Initiative. Man erhofft sich dadurch eine Stärkung der regionalen Wertschöpfung, eine höhere Akzeptanz in der Bevölkerung und einen beschleunigten Ausbau der grünen Energie. Langfristiges Ziel ist es, die Städte Meerbusch und Willich bis 2045 vollständig mit vor Ort erzeugten Erneuerbaren zu versorgen.
Die Sparbriefe bieten den Bürger:innen eine direkte Möglichkeit, in die lokale Windenergie zu investieren. Mit festen Erträgen und einer zehnjährigen Bindung verknüpft das Modell finanzielle Anreize mit den Klimazielen der Region. Bei Erfolg könnte dieses Konzept auf weitere Projekte ausgeweitet werden – ganz im Sinne des neuen Landesgesetzes.






