14 June 2026, 12:19

Ott will NRW zum familienfreundlichsten Land machen – doch die SPD liegt in Umfragen hinten

Das ist fast Klassenkampf

Ott will NRW zum familienfreundlichsten Land machen – doch die SPD liegt in Umfragen hinten

Jochen Ott ist als Spitzenkandidat der SPD für die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen nominiert worden. Er erhielt fast einstimmige Unterstützung – 96,2 Prozent der Delegierten auf dem Parteitag sprachen sich für seine Kandidatur aus. Aktuell liegt die SPD in Umfragen hinten, mit Werten zwischen 14 und 18 Prozent.

Ott hat ehrgeizige Pläne für das Land vorgelegt. Sein Ziel ist es, Nordrhein-Westfalen zum familienfreundlichsten Bundesland Deutschlands zu machen. Dazu gehört ein „Chancen-Geld“ in Höhe von 5.000 Euro für jedes Neugeborene.

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In seinen Reden kritisiert Ott die wirtschaftliche Ungleichheit scharf. Den immensen Reichtum von Elon Musk bezeichnet er als Zeichen eines gescheiterten Systems. Zudem wirft er „rechtlibertären Millionären und Milliardären“ vor, einen „Klassenkampf von oben“ zu führen. Mit seiner Kampagne will er die SPD wieder als Partei der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer positionieren.

Anderswo verzeichnete die SPD einen lokalen Erfolg: Marc Herter wurde mit 63,6 Prozent der Stimmen als Oberbürgermeister von Hamm wiedergewählt. Dennoch gilt der CDU-Politiker Hendrik Wüst weiterhin als Favorit für die Landtagswahl.

Otts klarer Rückhalt kommt zu einer Zeit, in der die SPD in den Umfragen schwächelt. Seine Politik und Rhetorik zielen auf wirtschaftliche Gerechtigkeit und Familienförderung ab. Die Partei hofft, mit diesem Kurs das Vertrauen der Wählerinnen und Wähler vor der Wahl zurückzugewinnen.

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