Pleite von Phoenix Engineering lässt Glasfaser-Arbeiter ohne Lohn und Dach über dem Kopf
Slavko HartungPleite von Phoenix Engineering lässt Glasfaser-Arbeiter ohne Lohn und Dach über dem Kopf
Phoenix Engineering, ein Auftragnehmer für den Ausbau von Glasfaserkabeln im Rhein-Lahn-Kreis, hat Insolvenz angemeldet. Der Zusammenbruch des Unternehmens hat Dutzende Beschäftigte – viele von ihnen aus Rumänien und Griechenland – ohne Lohn zurückgelassen. Sie kämpfen mit Mietschulden und drohenden Räumungsklagen.
Die Mitarbeiter sind nun auf Insolvenzgeld angewiesen, das ihre Gehälter bis Oktober 2025 absichert. Gleichzeitig ziehen sich die rechtlichen und finanziellen Auseinandersetzungen weiter hin.
Phoenix Engineering, Hauptauftragnehmer des Projekts Our Green Fiber, war mit der Verlegung von Glasfaserkabeln in über 20 Gemeinden beauftragt. Doch finanzielle Schwierigkeiten – bedingt durch steigende Zinsen und verschärfte Kreditbedingungen – trieben das Unternehmen in die Insolvenz.
Arbeiter berichten, seit Wochen keinen Lohn erhalten zu haben, obwohl ihre Verträge 14 Euro brutto pro Stunde vorsahen. Vier rumänische Mitarbeiter gaben an, gar kein Gehalt bekommen zu haben, während andere, wie Alexandru Codrut Nicolae, ohne Vorwarnung aus ihren Wohnungen in Vallendar geworfen wurden. Ein weiterer Beschäftigter, Alexandru Dodo, steht in Koblenz-Güls wegen ausstehender Mietzahlungen vor der Räumung.
Auch die Mieten für Mitarbeiterunterkünfte blieb das Unternehmen schuldig, was sowohl Vermieter als auch Mieter in Bedrängnis bringt. Einige Arbeiter lehnen es ab, deutsche Sozialhilfe in Anspruch zu nehmen, und wenden sich stattdessen an Vertreter der Linken in Koblenz, um rechtliche Unterstützung zu erhalten. Unterdessen liegt bei der Staatsanwaltschaft Köln eine Betrugsanzeige gegen ein Unternehmen der Glasfaserbranche vor.
Die Insolvenzverwalter haben inzwischen die Auszahlung der Löhne über das Insolvenzgeld gesichert, sodass die Gehälter zumindest bis Oktober 2025 gezahlt werden.
Die Pleite von Phoenix Engineering hat eine Welle finanzieller und rechtlicher Probleme für die Belegschaft ausgelöst. Zwar sind die Löhne nun durch das Insolvenzgeld abgesichert, doch die Betroffenen kämpfen weiter um ausstehende Mietzahlungen und rechtliche Wiedergutmachung. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft laufen noch, während die Arbeiter nach Monaten der Unsicherheit nach Stabilität suchen.






