13 March 2026, 18:25

Ramadan-Streit unter Schülern eskaliert: Wie ein Kinderkonflikt zur Mediendebatte wurde

Ein Plakat mit einem Jungen und einem Mädchen, die an einem Tisch mit einem Teller Essen, einem Glas und anderen Gegenständen sitzen, mit dem Text "Jedes Kind braucht ein gutes Schulessen."

Ramadan-Streit unter Schülern eskaliert: Wie ein Kinderkonflikt zur Mediendebatte wurde

Ein Streit unter Zehnjährigen über das Fasten während des Ramadan hat an einer Schule in Nordrhein-Westfalen für Aufsehen gesorgt. Die Angelegenheit erhielt größere Aufmerksamkeit, nachdem die Bild-Zeitung sie als Konflikt um religiöse Rücksichtnahme und Migration darstellte.

Der Streit begann, als einige Schüler infrage stellten, ob Mitschüler während der Schulzeit essen sollten, während andere für den Ramadan fasteten. Schulbehörden und die Bezirksregierung Düsseldorf bezeichneten den Vorfall als typischen Kinderstreit.

Die Bild titelte, nichtfastende Schüler seien aufgefordert worden, Snacks zu verstecken, um muslimische Mitschüler nicht zu verletzen. Später behauptete die Zeitung, die Schule rudere von ihrer Position zurück. Die Bezirksregierung stellte jedoch klar, dass es nie eine Regel gab, die Schüler zum Verbergen von Essen verpflichtete.

Die Schule führte eine Klassensprechstunde durch, um die Spannungen zu entschärfen. Nun sind weitere Gespräche mit allen Beteiligten geplant, um die Kommunikation zu verbessern und künftige Missverständnisse zu vermeiden.

Bisher wurden von der Schule oder den lokalen Behörden keine konkreten Maßnahmen bekannt gegeben. Die Düsseldorfer Bezirksregierung betont, dass nie Essensverbote verhängt wurden. Der Fokus liegt weiterhin darauf, den Konflikt durch Dialog zu lösen.

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