13 April 2026, 10:23

Renate Birkenhauer wird für ihr Lebenswerk in Übersetzungswissenschaft geehrt

Ein offenes altes Buch mit dem Titel "Voyages Historiques de l'Europe, Tome VIII" und einem klassisch geschrifteten Text auf einer Seite, umgeben von einem dekorativen Rahmen.

Renate Birkenhauer wird für ihr Lebenswerk in Übersetzungswissenschaft geehrt

Renate Birkenhauer, eine prägende Persönlichkeit der Übersetzungswissenschaft und Lexikografie, wird am 3. Dezember bei einer Feierstunde geehrt. Die Veranstaltung beginnt um 18:00 Uhr im Stadtarchiv Straelen, Kuhstraße 21. Ihr Wirken erstreckt sich über Jahrzehnte und hat sowohl das Europäische Übersetzer-Kollegium (ETC) als auch den Straelener Manuskripte Verlag maßgeblich geprägt.

Birkenhauers Verbindung zum ETC begann 1978, im Gründungsjahr der Einrichtung. Als weltweit erstes und größtes Zentrum für literarische und fachliche Übersetzer:innen wurde das ETC zum Mittelpunkt ihrer beruflichen Laufbahn. 2005 übernahm sie das Amt der Vizepräsidentin und festigte damit ihren Einfluss weiter.

1983 gründete sie den Straelener Manuskripte Verlag, einen auf Übersetzung spezialisierten Verlag. Unter ihrer Leitung bis 2017 erweiterte der Verlag die Reichweite des ETC durch zahlreiche Publikationen. Zwei aktuelle Titel wurden sogar zu den schönsten Büchern des Jahres gezählt.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Darüber hinaus leistete Birkenhauer als promovierte Wissenschaftlerin bedeutende Beiträge zur Lexikografie. Zu ihren Werken zählen "Nazi-Deutsch: 'Selbstverständliche' Begriffe und Parolen aus der NS-Zeit" (1988) sowie der "Thesaurus deutscher Redewendungen" (1991). Diese Nachschlagewerke gelten bis heute als Standardwerke des Fachs.

Die Ehrung am 3. Dezember würdigt Birkenhauers lebenslanges Engagement für Übersetzung und Verlagswesen. Ihre Führungsrolle im ETC und im Straelener Manuskripte Verlag hat der Branche nachhaltige Impulse verliehen. Die Veranstaltung feiert sowohl ihr wissenschaftliches Werk als auch ihren Einsatz für den literarischen Austausch.

Quelle