Rheinmetalls Aktie stoppt Verlustserie dank neuer Verteidigungsmillionen
Mathias HeringRheinmetalls Aktie stoppt Verlustserie dank neuer Verteidigungsmillionen
Rheinmetalls Aktienkurs stieg am Donnerstag um etwa 1,6 Prozent und beendete damit eine vier Tage andauernde Verlustserie. Der Anstieg folgt auf neue Mittel des deutschen Verteidigungsministeriums für sogenannte "Sondervermögen".
Das Unternehmen hatte in den vier vorherigen Handelstagen einen Rückgang des Aktienwerts verzeichnet. Die Stimmung am Rüstungsmarkt bleibt angesichts anhaltender geopolitischer Spannungen gedämpft. Zudem wachsen die Sorgen vor möglichen Exportbeschränkungen Chinas für Seltene Erden, die Lieferketten für militärische Ausrüstung stören könnten.
Trotz der jüngsten Herausforderungen gilt Rheinmetalls Gesamtposition weiterhin als solide. Das Unternehmen hatte zuvor mit Aufträgen im Volumen von bis zu 300 Milliarden Euro in der EU bis 2030 gerechnet. Für dieses Jahr wird ein Umsatz von rund 13 Milliarden Euro erwartet – mit einem voraussichtlichen Rückgang im ersten Halbjahr und einer Erholung in der zweiten Jahreshälfte.
Analysten gehen davon aus, dass Rheinmetalls Aktie weiteren Auftrieb erhalten könnte, sobald die nächste Welle der Verteidigungsausgaben anläuft. Die jüngste Freigabe von Mitteln durch das Verteidigungsministerium hat bereits Milliarden an neuen Aufträgen für den Sektor freigesetzt. In der kurzfristigen Perspektive rechnet das Unternehmen mit einer Umsatzerholung in der zweiten Hälfte 2024. Langfristig hängen die Aussichten weiterhin von großvolumigen Rüstungsverträgen und der geopolitischen Entwicklung ab. Der aktuelle Kursanstieg spiegelt erneutes Vertrauen in Rheinmetalls Fähigkeit wider, künftige Geschäfte zu sichern.






