02 April 2026, 18:24

S11-Ausbau zwischen Bergisch Gladbach und Köln verzögert sich um drei Jahre

Ein Bahnsteig mit einem "S-Bahn Stuttgart"-Schild und Logo an der Wand, Deckenleuchten und ein paar Gegenstände auf der linken Seite.

S11-Ausbau zwischen Bergisch Gladbach und Köln verzögert sich um drei Jahre

Ausbau der S11-Bahnstrecke zwischen Bergisch Gladbach und Köln verzögert sich um drei Jahre

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Die Erweiterung der S11-Bahnlinie zwischen Bergisch Gladbach und Köln muss verschoben werden: Statt wie ursprünglich geplant 2025 beginnen die Bauarbeiten nun erst 2028. Grund für die Verzögerung sind Planungsrückstände und noch ausstehende Genehmigungen durch die DB Netz AG. Dennoch haben Nordrhein-Westfalen (NRW) und der Bund gemeinsam 836 Millionen Euro für das Projekt bereitgestellt.

Das Vorhaben umfasst den zweigleisigen Ausbau der Strecke zwischen Köln-Dellbrück und Bergisch Gladbach sowie die Modernisierung des Bahnhofs Bergisch Gladbach, der künftig über vier Gleise verfügen wird. Zudem entsteht ein neuer Haltepunkt Köln-Kalk West, und alle Stationen zwischen Köln-Holweide und Bergisch Gladbach werden barrierefrei umgebaut.

NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer (Grüne) rechnet damit, dass die finalen Baugenehmigungen noch in diesem Sommer erteilt werden. Sobald dies geschehen ist, kann die DB InfraGO mit der Ausschreibung von Aufträgen beginnen und Gleissperrungen planen. Die ersten größeren Einschränkungen für Pendler sind vom 10. April bis 3. Juli 2026 vorgesehen, um den Bau eines digitalen Stellwerks in Mülheim vorzubereiten. Weitere Sperrungen folgen, darunter eine dreimonatige Vollsperrung der Bahnhöfe Holweide und Dellbrück vom 9. Juli bis 15. Oktober 2027.

Ob der ursprüngliche Fertigstellungstermin Anfang 2032 gehalten werden kann, ist aufgrund von Überschneidungen mit anderen Großprojekten ungewiss. Nach Abschluss der Arbeiten soll die S11 im Zehn-Minuten-Takt verkehren, in der Hauptverkehrszeit fast alle fünf Minuten.

Das Gesamtbudget beläuft sich auf 836 Millionen Euro, wobei der Bund 531 Millionen Euro und NRW 305 Millionen Euro beisteuern. Trotz der Verzögerungen zielen die Maßnahmen auf eine höhere Kapazität und bessere Barrierefreiheit entlang der Strecke ab. Pendler müssen sich in den kommenden Jahren jedoch auf temporäre Einschränkungen während der Bauphase einstellen.

Quelle