Schalke 04 kämpft mit Schuldenlast und muss im Winter Spieler verkaufen
Mathias HeringSchalke 04 kämpft mit Schuldenlast und muss im Winter Spieler verkaufen
FC Schalke 04 liegt mit 27 Punkten aus 12 Spielen auf dem zweiten Platz der 2. Bundesliga. Nur der SC Paderborn hat in dieser Saison bisher mehr Punkte gesammelt. Doch hinter den Kulissen bestimmen finanzielle Zwänge die Winterplanung des Vereins.
Während der Pandemie sicherte sich Schalke ein Darlehen in Höhe von 35 Millionen Euro von einem Bankenkonsortium. Zusätzlich flossen 6,3 Millionen Euro aus dem UEFA-COVID-19-Nothilfefonds, die bis 2028 zurückzuzahlen sind. Seither tilgt der Club jährlich etwa 6 Millionen Euro der Schulden.
Das aktuelle Gehaltsbudget beträgt 22 Millionen Euro – und ist bereits vollständig aufgebraucht. Der Verkauf nur eines Spielers in diesem Winter würde lediglich die bestehenden Kosten decken, ohne Spielraum für Neuzugänge zu lassen. Jede Verpflichtung im Winter würde zunächst den Abgang von mindestens zwei Spielern erfordern, um finanzielle Mittel freizumachen.
Zu den potenziellen Abgängen zählen Henning Matriciani, Ibrahima Cissé, Anton Donkor und Bryan Lasme. Ihr Wechsel könnte die finanzielle Belastung verringern und Verstärkungen ermöglichen.
Erst wenn das Darlehen vollständig zurückgezahlt ist, könnte Schalke wieder mehr finanziellen Spielraum gewinnen. Bis dahin muss der Verein jedoch sorgfältig wirtschaften. Jede Kaderverschiebung in diesem Winter hängt davon ab, dass zunächst Spieler den Verein verlassen, bevor neue Gesichter hinzukommen.






